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Dormagen
Nievenheimer Künstler bei "C.A.R." in Essen

Dormagen: Nievenheimer Künstler bei "C.A.R." in Essen
Nebenbei "Verpackungskünstler": Robert Küppers sichert seine Werke für den Transport zur Kunstmesse. FOTO: L. Berns
Dormagen. Robert Küppers gestaltet zwei Wände mit seinen Werken bei der heute beginnenden Kunstmesse in der Zeche Zollverein. Von Carina Wernig

Die vergangenen Wochen hat der Nievenheimer Robert Küppers vor allem mit dem Auswählen, Aufbereiten und Verpacken seiner Werke verbracht. "Es ist schon sehr aufregend und anstrengend, die ,richtigen' Sachen für die Messe herauszufinden und sich zu entscheiden", beschreibt der sympathische Künstler, der seine Fotos und Objekte bereits oft bei der Dormagener Gemeinschaftsausstellung "D'Art" präsentiert hat. Nun zeigt er seine Kunst einem großen Publikum: "Das ist für mich etwas ganz Besonderes", sagt Küppers.

Vor allem seine Fotografien sind bei der heute startenden Kunstmesse "Contamporary Art Ruhr" (C.A.R.) noch bis Sonntag in der Essener Zeche Zollverein zu sehen, darunter eine Auswahl aus seiner Serie "Mördersitze", die fast 1000 Fotos von Jäger-Hoch- oder Ansitzen umfasst. Ausgestellt wird die Serie von der Galerie Atelier d'Art - Belvès in der Halle 35 (A35) im Sanaa-Gebäude der Contemporary Art Ruhr.

Von einigen Dormagenern weiß er, dass sie ihn und seine Kunst in Essen besuchen wollen. "Ich würde mich freuen, viele Besucher auf der C.A.R. zu treffen", sagt Küppers. Nach der Eröffnung heute um 20 Uhr sind die Kunstwerke morgen von 12 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 19 Uhr in der Essener Zeche Zollverein zu besichtigen. Dort füllen sie dann zwei Wände - 2,40 Mal 2,15 Meter groß - auf denen die Fotos, darunter ein modern gestaltetes Brandenburger Tor in Schwarz, Grün und Pink, platziert sind. "Die genaue Hängung entscheide ich spontan, wenn ich am Donnerstag davor stehe", sagt der Nievenheimer, der seine Kunstobjekte gern auf die Betrachter wirken lässt und zum Nachdenken anregt. Er hat bereits manche Ausstellung bereichert - neben der D'Art, bei der er Preisträger war, auch in Düsseldorf, Köln, Berlin und London. Neu sind Asphalt-Landschaften, die Küppers durch Struktur und Kontraste begeistern: "Kunst liegt auf der Straße, ich mache sie sichtbarer."

Für den 65-Jährigen ist die Essener Kunstmesse auch "ein Gradmesser, wie ich mit meiner Kunst weitermache", erklärt der promovierte Erziehungswissenschaftler, der seit seiner Altersteilzeit auf Kunst als spannende Ausdrucksform setzt. Ab 1981 - seither wohnt der gebürtige Würselener in Nievenheim - war Küppers Fachbereichsleiter bei der Volkshochschule Dormagen und seit 2005 "Mädchen für alles" bei der Stadtbibliothek. "Kunst hat mich schon mein Leben lang verfolgt. Ich habe in meinem Kunststudium und in meiner Freizeit Werke erstellt, erinnert er sich. Sein Haus ist zugleich sein Atelier und seine eigene Galerie. Mit Leichtigkeit schafft er es, aus Natur, Alltagsgegenständen und sogar Müll faszinierende Kunst zusammenzutragen. "Wichtig ist, die Augen offen zu halten, um neue Sichtweisen zu finden", meinte er vor einem Jahr: "Ich habe keine Grenzen im Kopf, sondern lasse Kreativität, Spaß und Neues zu." So fließt seine Neugier auf Menschen, Länder und Aktivitäten immer wieder in seine Arbeit ein. Als Hommage an die "Rolling Stones" hat er "rollende Steine" produziert: Granitsteine auf Teewagenrollen. "Leider hat das Treffen mit den echten Stones diesen Herbst wieder nicht geklappt", bedauert Küppers, der aber die Hoffnung nicht aufgibt.

Quelle: NGZ
 
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