| 00.00 Uhr

Dormagen
Ohne Sponsor ist "CiDo" finanziell am Ende

Dormagen: Ohne Sponsor ist "CiDo" finanziell am Ende
An Markttagen und bei gutem Wetter ist es voll auf der Kölner Straße. Die Werbegemeinschaft City-Offensive, CiDo, will mehr für die Innenstadt tun. Dafür braucht sie aber auch mehr Mitglieder. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Ernüchternde Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft: zu wenige Mitglieder, zu wenig Engagement der Innenstadthändler. Der neue Vorstand kämpft um Akzeptanz. Der lange Donnerstag soll weiter angeboten werden. Von Klaus D. Schumilas

Bis zum Punkt Verschiedenes, wo eine Aussprache über Aktuelles und über anstehende Planungen möglich gewesen wäre, warteten die Mitglieder der Werbegemeinschaft City-Offensive, CiDo, nicht erst ab. Schon beim Kassenbericht wurde Klartext gesprochen. Wortführer: der streitbare Geschäftsführer des Ring-Centers, Hans-Peter Lehnhoff. Er forderte eine deutlich bessere Qualität bei Märkten und Festen. "Was geboten wird, ist immer das Gleiche." Daraus entspann sich sofort eine Diskussion, in der klar wurde: Der neue CiDo-Vorstand kämpft um die Akzeptanz bei den Innenstadthändlern. Seit dem "Neustart" ist die Mitgliederzahl um sieben auf nur noch 61 zurückgegangen, das Arbeitsaufkommen ist enorm, um sich an Festen, Märkten mit Aktionen zu beteiligen. Dieses Engagement kann auch nur geleistet werden, weil ein Großsponsor hilft. In diesem Jahr zahlt ein Multimedia-Unternehmen aus dem Süddeutschen 15.000 Euro. "Ohne diesen Sponsor wäre der Verein finanziell am Ende", sagt Beisitzer Heinz Kuboth.

Laut Wirtschaftsplan stehen der Werbegemeinschaft für dieses Jahr 33.400 Euro zur Verfügung. Der größte Posten sind Beiträge in Höhe von 18.850 Euro. Musste CiDo laut ihrer Vorsitzenden Michaela Jonas im vergangenen Jahr 6000 Euro abschreiben, weil Mitgliedsbeiträge nach dem Ausfall der Schatzmeisterin einfach nicht mehr einzutreiben waren, so kalkuliert man jetzt nur mit einem Ausfall von 600 Euro. Jonas: "Wir benötigen einfach mehr Mitglieder, um mit einem höheren Budget auch mehr für die Innenstadt tun zu können. Aber das Interesse der Händler ist nicht da." Die organisatorische Verantwortung für Feste und Märkte von der SVGD zu übernehmen, sei weder personell noch finanziell machbar. Schriftführer Guido Schenk sagte klar: "Ohne die SVGD würde es keine vier verkaufsoffenen Sonntage geben." Die müssen immer thematisch besetzt sein, sagte er. An deren Zahl zu rütteln, "wäre eine Demontage von Dormagen", sagte Kuboth unwidersprochen.

Ebenso wie es weiterhin diese vier Termine im Jahr geben wird, will CiDo den langen (verkaufsoffenen) Donnerstag, kombiniert mit einem Feierabendmarkt, ein Mal im Monat fortsetzen. An dessen Konzept soll gearbeitet werden, nachdem die Premiere vergangene Woche mehr als holprig war. In ihrer Vorschau nannte Jonas Details zur großen Aktion von CiDo während des Michaelismarktes Ende September. Der steht unter dem Motto "Dormagen tanzt aus der Reihe" und wird an beiden Tagen ein Bühnenprogramm mit lokalen und überregionalen Kräften bieten. Dort soll es vor dem Historischen Rathaus einen Stadtteilwettbewerb geben, an dem zwölf Dreier-Teams aus Stadtteilen antreten (inklusive einem Team aus dem Rathaus). In diesem "fröhlich-heiteren" Wettbewerb sei Allgemeinwissen, Geschicklichkeit sowie Kraft und Ausdauer gefragt. In dieses Fest investiert CiDo alleine 10.000 Euro. Hoffnung hat CiDo, dass sich noch mehr Händler an der Freifunk-Initiative beteiligen. Ziel ist es, flächendeckend kostenloses Internet in der Innenstadt zu erreichen.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dormagen: Ohne Sponsor ist "CiDo" finanziell am Ende


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.