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Dormagen
Olympia-Stimmung im Sportcenter

Dormagen. Der AC Ückerath hatte in Dormagen die Weltspitze der Ringerinnen zu Gast. Von Christos Pasvantis

Das auf den unscheinbaren Namen "Hans-von-Zons-Turnier" hörende Ringer-Event des AC Ückerath hat sich längst zu einer der wichtigsten Veranstaltungen im Terminkalender der Weltklasse-Ringerinnen entwickelt. Über 190 Athletinnen plus Trainer und Betreuer aus insgesamt 19 Nationen musste ein 72 Helfer starkes Team bei der inzwischen besser als Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland bekannten Veranstaltung im TSV-Bayer-Sportcenter betreuen.

Eine organisatorische Meisterleistung, müssen sich die ehrenamtlichen Verantwortlichen doch auch um Hotels, Verpflegung und Transfers der internationalen Gäste kümmern, unter denen in diesem Jahr auch Ringerinnen waren, die im August an den Olympischen Spielen teilnehmen werden. "Das ist im Endeffekt eine Woche lang Dauerstress", sagt Detlev Zenk, Vorsitzender des AC Ückerath. Teilweise wisse er erst, ob eine Nationaldelegation kommt, wenn diese wirklich am Flughafen steht: "Viele Verbände bekommen das nicht besser geregelt. Ich habe zum Beispiel erst wenige Tage vor dem Turnier erfahren, dass die Kasachen auch dabei sind." Unvorstellbar wäre dieser Aufwand dabei ohne Heinz Schmitz, der als Landestrainer der Ringer sowie als Trainer und Vorstandsmitglied beim ACÜ das ganze Jahr über mit dem Turnier beschäftigt ist. "Die Vorbereitung für das nächste Jahr geht sofort nach der Veranstaltung los", sagt er, "in den letzten Wochen vor dem Turnier hat man sowieso kaum eine freie Minute." Für einen Blick auf seine Schützlinge - mit Aline Focken, Laura Mertens und Jessica Blaszka schafften es immerhin drei von ihm trainierte Frauen bis ins Finale - bleibt dabei kaum Zeit.

Seit das Turnier vor 18 Jahren zum ersten Mal stattfand, ist auch seine Frau Gudrun dabei, die die Gäste mit Getränken und Essen versorgt. Immerhin 1500 Mittagessen waren während des Wochenendes für die Athletinnen vorgesehen. "Ich mache das meinem Mann zuliebe", sagt sie, "über die Jahre habe ich hier rund um den Verein aber viele liebe Leute kennengelernt." Der Wandel der Generationen sei spannend mit anzusehen: "Die ersten Jugendlichen, mit denen wir damals angefangen haben, haben ja mittlerweile selber Kinder, die jetzt im Verein ringen. Oft trifft man Leute wieder, die man jahrelang nicht gesehen hat."

Quelle: NGZ
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