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Dormagen
Päpste grüßen die Europa-Schützen

Dormagen. Schützen aus dem Rhein-Kreis kehren mit tollen Eindrücken aus Rom zurück.

Europakönig Josef Lohninger aus Österreich fühlte sich wie ein Kaiser, als er in den Petersdom einzog. Unter den Klängen von zwölf Musikgruppen aus Österreich, Liechtenstein und Deutschland schritt er, begleitet von seiner Frau und der stattlichen Wallfahrergruppe der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, durchs Hauptportal in die Papstkirche, wo die Blicke (und Fotohandys) tausender Besucher auf ihn gerichtet waren. "Das werde ich nie vergessen", sagte Lohninger - für ihn und seine Königin ist das "unvergessliche Erlebnis" der Romwallfahrt im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit schon jetzt Höhepunkt seiner dreijährigen Regentschaft.

Angeführt von Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann eröffneten die Europa-Schützen die Fronleichnamsprozession in den Vatikanischen Gärten, die bei sengender Hitze zu den Lourdesgrotten führt, wo der Freiburger Erzbischof Stephan Burger predigte. Die Erzbruderschaft vom Campo Santo Teutonico mit Rektor Hans-Peter Fischer hatte zum dritten Mal die deutsche Gemeinde zur Prozession eingeladen und diesmal Musiker und Europa-Schützen eingebunden. Gebete und Musik erfreuten offensichtlich auch den emeritierten Papst Benedikt, der dem Gebetszug vom Fenster seiner Wohnstatt aus zuwinkte.

Unvergesslich - dem stimmte Europa-Präsident Charles-Louis de Merode zu, der mit Vizepräsident Horst Thoren das Königspaar eskortierte. Er sah in der Fronleichnamsprozession im Vatikan "Ein Fest des Glaubens." Mit Erzbischof Georg Gänswein, dem Präfekten des Päpstlichen Hauses, hatte Rektor Fischer anschließend zur Vesper geladen. Fischer erhielt von de Merode ein echt sllbernes Schützenzeichen mit dem Kölner Dom als Symbol der Verbundenheit.

Zum Abschluss der Wallfahrt, die Peter-Olaf Hoffmann und Marion Stimmel bestens vorbereitet hatten, bestand Gelegenheit, bei der Papstmesse den heiligen Vater zu sehen. Papst Franziskus nahm die Schützen wahr: Bei seiner Fahrt über den Petersplatz wurde er von den vereinigten Musikern mit Traditionsmärschen begrüßt, der Papst winkte dem Europakönig zu und zeigte den Musikern mit Gefällt-mir-Daumen, dass die frohe Botschaft der Europa-Pilger bei ihm angekommen war.

Quelle: NGZ
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