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Dormagen
Parkende Autos behindern Feuerwehr

Dormagen. Bei den Einsätzen der Lösch- und Rettungskräfte kommt es oft auf jede Minute an, um Schaden abzuwenden oder zumindest einzudämmen. Was aber tun, wenn die Helfer durch den ruhenden Verkehr ausgebremst werden? Nahe der Blücherstraße war das jetzt der Fall. Von dort war ein Notfall gemeldet worden, hinter einer verschlossenen Tür wurde eine hilflose Person vermutet. Die Anfahrt über die Hardenbergstraße gestaltete sich für die Feuerwehrleute und den Rettungsdienst aus der hauptamtlichen Wache als unerwartet schwierig. Denn dort war die Fahrbahn durch schlecht geparkte Autos stark verengt. "Eine Herausforderung für unsere Maschinisten", klagte die Feuerwehr im Internet. Zum Glück bewiesen die Fahrer Geschick und konnten ihre Wagen unbeschadet an den Hindernissen vorbei manövrieren. Und auch am Einsatzort an der Blücherstraße gab es Aufatmen. Die Bewohnerin der fraglichen Wohnung konnte die Tür selbst öffnen.

Dass Autos so abgestellt sind, dass sie Einsatzfahrzeuge behindern, komme in Dormagen zum Glück nicht oft vor, sagt Feuerwehrchef Bernd Eckardt. Und in den schmalen Gassen von Zons etwa sind die Helfer auch auf schwierige Verkehrsverhältnisse eingerichtet (laut Stadtsprecher Swen Möser wird in diesem Zusammenhang auch über die Anschaffung eines schmaleren Fahrzeugs nachgedacht). Grundsätzlich appellieren Stadt und Wehr jedoch an alle Dormagener Autofahrer, nur so zu parken, dass im Notfall auch größere Einsatzwagen schnell an ihr Ziel kommen können. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern rechnen. Die Helfer haben meist eine Kamera an Bord, mit der Verkehrsverstöße dokumentiert werden können.

(ssc)
 
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