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Dormagen
Parkplatz-Ärger am "Strabi"

Dormagen: Parkplatz-Ärger am "Strabi"
FOTO: Hammer, Linda (lh)
Dormagen. An heißen Tagen reichen die Parkplätze nicht. Radler fühlen sich von Autos behindert. Stadt und Betreiber Kreiswerke werben für gegenseitige Rücksichtnahme. Von Stefan Schneider

Die Wetterdienste sagen für die nächsten Tage eine neue Hitzewelle voraus. Am Freitag soll die Quecksilbersäule des Thermometers auch in Dormagen wieder die 30-Grad-Marke erreichen, wenn nicht gar überschreiten. Absehbar, dass es dann wieder eng wird am Nievenheim-Straberger See - am Strand und an den umliegenden Straßen. Genau das beklagt ein NGZ-Leser, der sich im Internet "Pedelecer" nennt und bei großem Andrang am Badesee die Interessen von Radlern nicht gewahrt sieht. "Pedelecer" beschwert sich besonders über die Situation an der Landstraße 380 nahe dem See und kritisiert Seitenstreifenparker. Der Radweg sei dort relativ schmal. "Deshalb brauchen Radfahrer in diesem Teilstück die gesamte Breite des Radwegs und den Grünstreifen", urteilt "Pedelecer".

Wie dem auch sei: Klar ist, dass das Parken auf den Grünstreifen in diesem Bereich an der L 380 verboten ist. Das bestätigt Stadtsprecher Harald Schlimgen. Gleichzeitig macht er deutlich, in welchem Dilemma die Mitarbeiter des Ordnungsamtes stecken, die die Verkehrsverhältnisse um den "Strabi" im Blick behalten sollen: "Sie sind bemüht, einen Interessenausgleich zu schaffen zwischen den Badegästen, die mit dem Auto kommen, und anderen Verkehrsteilnehmern." Und: Wenn Autos falsch parkten, dürften die Mitarbeiter nicht einfach weggucken. Knöllchen würden auch geschrieben, auch an den beiden vergangenen Wochenenden, berichtet Schlimgen und widerspricht damit "Pedelecer", der Ordnungskräfte am See vermisst. Die "Abschleppkeule" hole die Stadt aber in der Regel nur im Notfall raus. "Rettungswege müssen frei bleiben. Werden die zugeparkt, wird abgeschleppt", sagt Schlimgen unmissverständlich. Sein Appell: gegenseitige Rücksichtnahme, gegebenenfalls auf Bus (Haltestelle gleich am See) oder Fahrrad umsteigen.

Nicht erlaubt: Parken auf dem Grünstreifen an der L 380. FOTO: ON

Daniel Caspers vom Badesee-Betreiber Kreiswerke Grevenbroich stößt ins selbe Horn. Hoffnung, dass die Zahl von rund 400 regulären Parkplätzen am "Strabi" bald vergrößert wird, macht er den Verkehrsteilnehmern nicht. Und kann dies auch begründen. Denn die Tage mit Hochbetrieb am See (deutlich über 1000 Badegäste) ließen sich in den vergangenen vier Jahren an einer Hand abzählen. Der Spitzenwert von 2900 Menschen in 2012 wurde in diesem Zeitraum sonst nie annähernd erreicht, und auch die 2400 Besucher vom 4. Juli dieses Jahres sind die große Ausnahme. "Für diese wenigen Tage lohnt sich ein Parkplatzausbau nicht", sagt Caspers. Zumal dafür zunächst Flächen beschafft werden müssten.

Quelle: NGZ
 
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