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Dormagen
Pfarrer Stelten mahnt bei Empfang zu Barmherzigkeit

Dormagen. Die Pfarre St. Michael mit ihren fünf Kirchen in Dormagen, Horrem, Hackenbroich und Zons gehört zu den großen gesellschaftlichen Organisationen, wie Pfarrer Peter Stelten beim sehr gut besuchten Neujahrsempfang im Römerhaus betonte: "Bei uns engagieren sich an die 400 Ehrenamtler, dazu kommen 103 im Neben- und Hauptamt Tätige." Er dankte allen für ihren Einsatz im Namen Jesu, auch dem Jugendchor des Chorhauses für den Gesang.

Den 160 Sternsingern der Gemeinde, die weit mehr als 20.000 Euro für Kinder in Bolivien gesammelt hatten, hatte Stelten die Predigt in der voll besetzten Kirche St. Michael gewidmet: "Ihr habt den Segen Gottes zu den Menschen gebracht und ihnen Freude bereitet", sagte Stelten, der alle Christen dazu aufforderte, nach dem Vorbild der Sternsinger etwas zum Wohle der Menschen zu bewegen: "Die Jugendlichen haben sich bewegt, sie sind selbst bewegt und haben etwas bewegt." Das sei ein Vorgang des Herzens: "Wer Gott sucht, muss selbst berührt und bewegt sein und sich bewegen lassen." Die Heiligen Dreikönige seien aufgebrochen, um "ihre Sehnsucht nach dem Leben zu stillen und haben Jesus in der Krippe gefunden".

Zu den Flüchtlingen nahm Stelten unmissverständlich Stellung: "Zuneigung und Hilfe, Solidarität und Barmherzigkeit sind bei aller Diskussion und Auseinandersetzung nicht verhandelbar. In einem Gemeinwesen wie dem unseren, in einer städtischen Gesellschaft wie der unseren und in unserer Kirche nicht." Das nahm Bürgermeister Erik Lierenfeld auf, der zu Respekt, Menschlichkeit und Besonnenheit aufrief: "Wir haben es mit Menschen zu tun, nicht mit Sachen." Trotz der schwierigen Herausforderung durch Unterbringung und Integration der Flüchtlinge sei er überzeugt, dass "2016 ein gutes Jahr für Dormagen wird".

(cw-)
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