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Dormagen
Pfleger sorgen für tierische Erfrischungen

Dormagen: Pfleger sorgen für tierische Erfrischungen
Tierpflegerin Saskia Weidner kümmert sich darum, dass die Thüringerwald-Ziegen im Tannenbusch auch im Sommer genügend fressen. Auch die Wasserversorgung wird ständig überprüft. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Ausreichend frisches Trink- und Badewasser - dafür sorgen Tierpfleger Christian Lüdecke und Saskia Weidner bei ihren "Pflegekindern" im Tierpark. Durch die vielen Bäume gibt es viele Möglichkeiten, sich im Schatten aufzuhalten. Von Carina Wernig

Faul und zufrieden liegt die kleine Ziege im Schatten und beäugt die vorbeischlendernden Besucher des Tierparks Tannenbusch. Als Tierpflegerin Saskia Weidner am Gehege-Zaun auftaucht, wird die kleine Thüringerwald-Ziege munter, springt auf und umringt mit ihrer Ziegen-Familie die junge Frau. Erst seit Mai ist Saskia Weidner im Tierpfleger-Team des Tannenbuschs, aber schon haben die "Pflegekinder" sie akzeptiert. Eine Ziege nimmt das Futter zutraulich sogar aus ihren Fingern: "Das ist eine Handaufzucht", sagt Weidner. An mehreren Stellen füllt sie die Tröge auf - so dass Leittier Melchior ebenso wie rangniedrigere Ziegen genügend zu fressen bekommen.

Insgesamt leben im Tierpark Tannenbusch, dem beliebtesten Ausflugsziel für Familien in Dormagen, mehr als 200 Tiere: 16 Haustier-Arten von der Moorschnucke bis zum schwarzen Schwan und 32 Arten Wildtiere vom Rot- und Damwild bis zur Knäckente. Sie gehören der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Dormagen, die das pädagogische Konzept des Tierparks fortentwickelt, während die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen den Betrieb sicherstellt.

Christian Lüdecke, seit 26 Jahren Tierpfleger im Tannenbusch, kontrolliert gerade im Sommer mit seinen Kollegen immer wieder, ob genügend frisches Wasser zum Trinken und Baden in den Gehegen vorhanden ist. Sonst wird nachgelegt, mit dem Schlauch abgespritzt und eine Suhl-Möglichkeit geschaffen.

"Zum Glück haben alle Tiere in ihren großen Gehegen trotz einiger Sturmschäden sowohl Schatten als auch Licht, so dass sie sich zurückziehen können", erklärt Lüdecke (58), der auch das Grün in den Gehegen jetzt mehr gießen muss. "In der Hitze wird das Futter für Kolkraben und Bussarde, das aus Küken und Ratten besteht, erst abends gebracht, damit es nicht so lange in der Sonne liegt", sagte er. Insgesamt leiden die Tiere nicht zu sehr unter den hochsommerlichen Temperaturen: "Im Sommer wälzen sich die Wildschweine dann eben mehr im Bassin", weist er auf die rund 20 Tiere hin.

Allerdings nerven Begleiterscheinungen wie Fliegen, Mücken und Bremsen nicht nur Menschen, sondern vor allem Tiere: So wedeln die Heckrinder mit ihrem Schweif die fliegenden Störenfriede permanent weg. Noch nicht erkundet hat das Rotwild den vor 14 Tagen erneuerten Teich: "Der ist ihnen wohl zu neu", meint Lüdecke. Da die Esel ursprünglich aus Nordafrika stammen, macht ihnen die Sonne nicht viel aus - wohl aber nasskaltes Wetter.

"Daher sind die beliebten Esel im Moment gut dran", sagt Christian Lüdecke schmunzelnd. Noch beliebter sind bei Kindern die Meerschweinchen und die Zwerg-Ziegen, die im Streichelzoo sogar angefasst und gefüttert werden können. Dort stehen die meisten der kleinen Besucher.

Rund um die Sommerferien erlebt der Tierpark seinen größten Zulauf, wenn neben Familienausflüglern auch Kindergärten und Schulen anreisen. "Wir freuen uns das ganze Jahr über Besucher", erklärt Tierpark-Leiterin Ellen Peterburs: "Auf die Hitze stellen wir uns dann eben ebenso ein wie auf die Kälte."

Quelle: NGZ
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