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Dormagen
Piano-Spieler sorgen beim zweiten Abendflohmarkt für Stimmung

Dormagen: Piano-Spieler sorgen beim zweiten Abendflohmarkt für Stimmung
Piano-Spezialisten sorgten während des Abendflohmarktes für eine besondere Stimmung und Hintergrund-Kulisse. FOTO: U. Godyla
Dormagen. Normale Trödelmärkte lösen sich spätestens ab 15 Uhr auf. Echte Schnäppchen sind dann längst vergriffen und die Besucher fahren wieder nach Hause. Ganz anders ist das beim Abendflohmarkt in der Dormagener Innenstadt: Dieser Markt beginnt erst dann, wenn andere enden - um 18 Uhr.

Und: Er lockt mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Bei der zweiten Auflage des Abendflohmarktes am Samstag sorgten fünf Künstler am Piano "nebenbei" für gute Unterhaltung. Das Spektakel auf dem Paul-Wierich-Platz vor dem Alten Rathaus schauten sich hunderte Bürger an, manche tanzten sogar mitten in der Fußgängerzone. Der eigentliche Trödel wurde schon fast zur Nebensache. Dabei waren jetzt mehr Aussteller auf dem Trödel vertreten als bei der Premiere im vergangenen Jahr. "Es sind diesmal genau 32", sagte Ute Godyla. Die Zonserin hatte von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen den Auftrag erhalten, den Markt zu organisieren und zeigte sich am Samstag mit der Resonanz sehr zufrieden. Auch das Wetter spielte mit.

Die Piano-Musik, die die Initiative "Dormagen Kulturbunt" möglich gemacht hatte, dürfte noch einmal mehr Besucher angezogen haben. "Die Aussteller profitieren davon", sagte Ute Godyla, die selbst einen kleinen Trödel-Stand aufgebaut hat. Die Stände zogen sich von der Galerie "Alte Post" bis zur Marktstraße. Mittendrin: die 69-jährige Rosi Weil. Sie ist in Sachen Trödel schon ein "alter Hase". Doch auf einem Abendflohmarkt hat sie ihre Sachen noch nie zum Kauf angeboten. "Ich finde die Idee prima. Die Atmosphäre ist schön, die Kunden sind aufgeschlossen - und auch die Piano-Musik im Hintergrund gefällt mir." Auf ihren drei laufenden Metern bot sie unter anderem einen alten Globus, Großmutters edle Likörgläser, Kinderspielzeug und - ganz außergewöhnlich - Pflanzen aus ihrem Garten an. "Die habe ich selbst gezüchtet", erzählte Rosi Weil, die normalerweise auf den üblichen Tages-Trödelmärkten steht. Wichtig für die Aussteller: Auch der Umsatz stimmte beim abendlichen Trödel. "Ich kann nicht klagen", sagte Weil.

Auch für die Dormagener der Initiative "Kulturbunt" und das Phono- und Radiomuseum um Volkmar Hess war der Abend erfolgreich. Es hat sich also gelohnt, das schwere Klavier mit vereinten Kräften auf den Wierich-Platz zu hieven. "Viele Bürger bleiben stehen und hören sich die Musik an - vielleicht, weil es so außergewöhnlich ist", sagte Volkmar Hess. Mit 14 Jahren war Aaron Dappen der jüngste Musiker am Klavier, an dem auch Markus Goosmann, Dennis Hemmer sowie der Boogie-Woogie-Spezialist Jörg Hegemann und der Entertainer und Experte für italienische Piano-Klänge Michael Stamm spielten.

(cka)
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