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Dormagen
Pina Colada startet heute musikalisch neu

Dormagen: Pina Colada startet heute musikalisch neu
Pina Colada tritt heute in dieser Besetzung auf: Michael Linnartz (Keyboard, Gesang), Frank Brüls (Percussion), Frank Schiefelbein (Drums), Wolfgang Haas (Vibraphon), Ronny Derouiche (Bass) und Kena Haas (Gesang). FOTO: Kulturbüro
Dormagen. Die ehemalige Schülerband, die sich 1987 nach fünf ereignisreichen Jahren auflöste, will wieder gemeinsam etwas auf die Beine stellen - wenn auch zunächst in reduzierter Besetzung. Heute Abend tritt die Truppe bei der "Tork-Show" auf. Von Jonas Bongartz

Nur selten haben Schülerbands über die Schulzeit ihrer Mitglieder hinaus Bestand. Auch für die Dormagener Gruppe "Pina Colada" war 1987 nach fünf ereignisreichen Jahren erstmal Schluss. "Durch Studium und Ausbildung haben sich unsere Wege immer weiter getrennt, deswegen wurde auch das gemeinsame Musizieren schnell unmöglich", beschreibt der frühere Keyboarder der Band, Michael Linnartz, die Auflösung. Am heutigen Freitag feiert die Gruppe, die früher weit über die Dormagener Stadtgrenzen hinaus bekannt war, jedoch ihr Comeback. Bei der "Tork-Show" in der Kulturhalle an der Langemarkstraße sorgen die Hobbymusiker ab 20 Uhr in reduzierter Urbesetzung für die musikalische Begleitung der Gesprächsrunde mit Dormagener Persönlichkeiten.

Michael Linnartz sah zusammen mit seinem ehemaligen Bandkollegen und gelernten Schlagzeuger Wolfgang Haas bereits Ende des vergangenen Jahres die Zeit gekommen, mit "Pina Colada" einen musikalischen Neustart zu wagen. "Wir hatten damals einfach eine wunderbare Zeit und wollten nach so vielen Jahren nochmal probieren, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen", erklärt der 52-Jährige. Schnell gelang es beiden bei einem ersten Wiedersehen auch die anderen ehemaligen Bandmitglieder für die Sache zu begeistern. Anlass sei für alle die Erinnerung an die spannende Bandgeschichte mit einer Vielzahl gelungener Auftritten gewesen.

Dabei waren die Anfänge der Schülerband 1982 eher holprig. "Anfangs hießen wir noch Bebop, bekamen dann aber schnell Post von einem Anwalt, der eine andere Band mit dem selben Namen vertrat und uns klar machte, dass wir uns umbenennen müssen", erzählt der Keyboarder. Unbeeindruckt davon gelang es der zehnköpfigen Gruppe, in den kommenden Jahren mit ihrer alternativen Musik aus lateinamerikanischen Rhythmen und deutschen Rap-Elementen immer größere Säle in ganz NRW zu füllen. Ein Jahr vor ihrer Trennung schafften es die Jugendlichen sogar bei einer WDR-Karnevalsübertragung der "Aktuellen Stunde" mit einem Liveauftritt ins Fernsehen. "Kurz vor der Zersplitterung unserer Truppe waren wir sogar dabei, mit einem Produzenten im Studio unsere erste eigene LP aufzunehmen", berichtet Linnartz stolz. Durch den beruflichen Werdegang der Dormagener kam es bald jedoch zum Abbruch des Projektes, der auch das vorzeitige Bandende bedeutete.

Vieles sei jedoch auch heute nicht viel anders als zu Schulzeiten. "Die Anreise zu Proben und Konzerten ist immer noch kompliziert, früher lag es an unseren Autos, die zu klein für das Equipment waren, heute sind es die weiten Strecken, da wir alle an verschiedenen Orten in Deutschland wohnen." Deshalb sei es heute auch nur für die Hälfte der Gründungsmitglieder möglich, beim Comeback der Band mitzuwirken.

Quelle: NGZ
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