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Dormagen
Plan für Schnellbus zwischen Chemparks stößt auf Skepsis

Dormagen. Die vielfältigen Beziehungen zwischen den Chemparks in Dormagen und Leverkusen haben erneut zu Überlegungen geführt, die Verkehrsverbindungen zwischen den Standorten in Zukunft zu verbessern.

Der aktuelle Vorstoß kommt von der SPD in Leverkusen: Die Genossen haben einen Schnellbus ins Gespräch gebracht, der zwischen Leverkusen und Dormagen rollen könnte, wenn die neue Brücke an der Autobahn 1 gebaut ist. Als Startpunkt schlagen die Sozialdemokraten den Busbahnhof Leverkusen-Mitte vor. Danach solle der Bus am Chempark-Tor 4 in Leverkusen vorbeifahren und über die A 1-Brücke den Rhein queren. Stoppen könnte er danach bei den Ford-Werken in Köln und am Chempark Dormagen.

Bernhard Schmitt, der Fraktionsvorsitzende der Dormagener SPD, beurteilt die Idee der Leverkusener Parteigenossen skeptisch. Als langjähriger Bayer-Mitarbeiter und aktueller Betriebsrat beim Chempark-Betreiber Currenta hat er die Verkehrsentwicklungen zwischen den beiden Standorten aus nächster Nähe mitbekommen. Seine Einschätzung: Ein Schnellbus lohnt sich nicht. "Wir haben zu dem Thema in der Vergangenheit über den Betriebsrat Mitarbeiterbefragungen organisiert. Ich glaube nicht, dass ein solcher Bus angenommen würde", sagt Schmitt.

Früher wären mehrere Busse zwischen den Werken verkehrt. Doch die Bedingungen hätten sich verändert, die Beschäftigten würden nicht mehr in zwei großen Haupt-Schichten um 7 und um 7.45 Uhr ihre Arbeit aufnehmen, sondern könnten dank Gleitzeit vermehrt individuell in den Tag starten. Ohne die Masse der gleichzeitig zu transportierenden Beschäftigten aber lohne sich die Busverbindung nicht, glaubt Schmitt.

(ssc)
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