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Kommentar
Politik darf sich nicht wegducken

Dormagen. Mit dem Entschluss, die Bürger über die Umbenennung von nach umstrittenen Persönlichkeiten benannten Straßen abstimmen zu lassen, begibt sich der Planungs- und Umweltausschuss auf einen Irrweg. Von Stefan Schneider

Gebraucht wird eine klare Grundsatz-Entscheidung der Politik. Kernfrage: Behalten wir Straßenbezeichnungen bei, wenn sich herausstellt, dass die dort gewürdigte Persönlichkeit Schuld auf sich geladen hat?

Die Frage nach den Kosten einer Umbenennung, etwa wegen Adressänderungen auf Briefbögen der Anwohner, darf bei so einem wichtigen Thema keine Rolle spielen. Die Politiker sollten sich hier nicht wegducken.

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