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Dormagen
Politik fordert einen Fahrplan für den Silbersee

Dormagen: Politik fordert einen Fahrplan für den Silbersee
Still ruht der See: Mehr Bewegung fordern Politiker, um auf diesem Gebiet Steuereinnahmen für die Stadt zu generieren. FOTO: LH
Dormagen. "Bürgerliche" und Alfa wollen mit einem Antrag mehr Bewegung in der Entwicklung des Areals bringen. Von Klaus D. Schumilas

Die Stadt finanziert Kindern, Jugendlichen und Azubis das Busfahren mit. Kitas, Schulen und Vereine erhalten mehr Geld als heute - Visionen, die nach Politiker-Meinung Realität werden könnten, wenn aus erhöhten Gewerbesteuereinnahmen der Haushalt saniert ist. Voraussetzung dafür ist die zeitnahe Entwicklung des Geländes am Silbersee. Weil für sie dort kein Fortkommen zu erkennen ist, fordert das Bündnis der "Bürgerlichen" aus CDU, Zentrum und FDP sowie Alfa einen "Zeitfahrplan" für die Ansiedlung von Gewerbeunternehmen von der Verwaltung.

Gewerbesteuereinnahmen von dort sind bereits für 2018 eingeplant, "aber dieses Ziel sehen wir als stark gefährdet an", formulieren die Antragsteller. "Wie soll dies erreicht werden, ohne dass hier erkennbar strategisch und zielorientiert vorgegangen wird?" Auf der Grundlage eines Zeitfahrplans soll es ermöglicht werden, am Silbersee "abschnittsweise Industrie- und Gewerbe anzusiedeln". Die "Bürgerlichen" und Alfa haben einen Katalog von Aspekten erarbeitet, mit dem sich ein noch zu gründender Unterausschuss "Silbersee" des Planungsausschusses befassen sollte. Ein erster Schritt wäre die Überarbeitung des Verkehrsgutachtens, ein anderer der Versuch, mit dem Giftstoff verarbeitenden Unternehmen GHC zu einer "einvernehmlichen Lösung" zu gelangen. GHC liegt nahe der Trasse, die zu dem geplanten Autobahnanschluss Delrath führen soll. "Vorhandene Grundstücke müssen offensiv und gegebenenfalls mit RWE Power beworben werden", heißt es in dem Antragstext. Ebenso müssten schadstoffbelastete Flächen abgetragen werden. Sollte es im Rahmen des A 57-Anschlusses zu einem Abwägungsverfahren kommen, wäre es richtig, heißt es, dass der alternative Ausbau der B 9 als Bedarf im Bundesverkehrswegeplan angemeldet und dort mit höchster Priorität versehen wird.

Als eine zentrale Frage wird auch das so genannte Benchmarking verstanden. Dabei geht es um die "bestmögliche Zusammensetzung der Unternehmensansiedlung". Die "Bürgerlichen" und Alfa sehen am Silbersee Start-ups ebenso wie Hightech-Firmen sowie Spezialisten der Zuliefererindustrie für die Chemieindustrie oder universitäre Forschungseinrichtungen.

Quelle: NGZ
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