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Dormagen
Politik vertagt erneut Beschluss zu Unicef-Siegel

Dormagen. Die Begeisterung bei den Jugendpolitikern in Dormagen für die Einführung eines Unicef-Siegels für eine Auszeichnung als "kinderfreundliche Kommune" hält sich noch in Grenzen.

Zum zweiten Mal wurde das Thema vertagt, CDU und SPD waren sich darin einig, zunächst einmal dazu Experten vom Verein Kinderfreundliche Kommunen in Berlin anhören zu wollen. Von der Verwaltung gab es dazu den kritischen Hinweis, dass man diesen Wunsch schon eher hätte äußern können. Bei diesem Projekt entstünden über einen Zeitraum von vier Jahren Kosten in Höhe von rund 240.000 Euro.

Beschlossen wurden aber zwei Teilaspekte aus diesem Paket. So soll ein Konzept dafür erstellt werden, wie Jugendliche besser an Entwicklungen und und Entscheidungen in der Stadt beteiligt werden können. Und es wird ein Kommunalpolitisches Praktikum eingeführt. Ein Streitpunkt war in diesem Zusammenhang die Erwartung der Stadt, zur Umsetzung des Gesamtprojektes den städtischen Bereich Jugend- und Sozialförderung um eine volle Stelle aufzustocken. Für die CDU forderte Martina Busch-Engels, dafür im Gegenzug eine wegfallende Stelle (Elternzeit) nicht zu besetzen. Das rief den klaren Widerspruch des Ersten Beigeordneten Robert Krumbein hervor, der sagte, dass man dies in der Verwaltung nicht mitmachen würde. "Nicht immer neue Aufgaben initiieren, die mit gleichen Personal umgesetzt werden sollen. Mit diesem Stellenschlüssel sind neue Projekte nicht machbar."

Weil es einen gewissen Handlungsdruck gebe, so Michael Dries (SPD), um das Praktikum zeitnah umsetzen zu können, gab es letztlich einen Kompromiss: In der Verwaltung wird es ein Stellenplus von einer halben Stelle geben.

(schum)
 
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