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Dormagen
Premiere für die "Tour de Jugendhilfe"

Dormagen: Premiere für die "Tour de Jugendhilfe"
Die Siegerteams werden nach der erfolgreichen Premiere der "Tour de Jugendhilfe" im Raphaelshaus ausgezeichnet: Nach 523 Kilometern gewann das Team "Hermes" aus dem Hermann-Josef-Haus in Kall das "Maglia Rosa", das Team des Dormagener Raphaelshaus siegte in der Wertung "Mailliot Jaune" nach 767 Kilometern. FOTO: Raphaelshaus
Dormagen. Das Raphaelshaus Dormagen veranstaltete ein Radrennen in acht Etappen für Jugendhilfeeinrichtungen. Von Carina Wernig

Die Premiere ist geglückt: Müde, erschöpft, aber glücklich, kamen die fast 50 Kinder und Jugendliche zum Schluss der ersten "Tour de Jugendhilfe" im Raphaelshaus in Dormagen an. Das Jugendhilfezentrum an der Krefelder Straße hatte gemeinsam mit der Bonner Einrichtung "Kleiner Muck" das sportlich sehr anspruchsvolle Frühjahrsrennen über viele hunderte Kilometer Asphalt für Teams von bundesweit angereisten Jugendhilfeeinrichtungen veranstaltet.

Getreu dem Motto von Eddy Mercks - "Ich gewinne, weil ich mich am meisten quälen kann" - waren die ambitionierten Radfahrer am 24. März bei strahlendem Sonnenschein mit einem Mannschaftszeitfahren in den "kleinen Bruder der legendären Tour de France" gestartet, wie Raphaelshaus-Direktor Marco Gillrath die "Tour de Jugendhilfe" scherzhaft nannte. Nach 523 bzw. 767 Kilometern in acht Etappen kamen sie im Raphaelshaus an. Die Strecke führte von Bonn in die tiefe Eifel, über das Bergische Land ins Oberbergische und endete in Dormagen, wo Gillrath die Siegerehrung des Gesamtklassements übernahm.

Auf der letzten Etappe von Bergisch Gladbach nach Dormagen bildeten die Radler ein "Peleton" um die Sieger-Teams. FOTO: Raphaelshaus

In der Wertung "Maglia Rosa" gewann das Team "Hermes" aus dem Hermann-Josef-Haus in Kall in insgesamt 39:52 Stunden. Auch die Teams "Rennstall wilde Huskys" aus dem Haus Gabriel in Speyer, das Team "L'equipe velo Leo" vom "Kleinen Muck" in Bonn und das Team "Siegburger Asphaltbügler" aus Pauline von Mallinckrodt in Siegburg sind Gewinner, da sie alle die 523 Kilometer in acht Etappen schafften.

In der Wertung "Mailliot Jaune" gewann das Raphaelshaus nach 767 Kilometern in 56:05 Stunden. "Alle Teilnehmenden, die die gesamten Kilometer geschafft haben, sind Gewinner und bekamen in Anlehnung an das berühmte Radrennen Paris - Roubaix einen Pokal aus einem Kopfsteinpflaster", so Gillrath.

Auf den acht Etappen meisterten die Radler, die von Betreuern begleitet wurden, viele sportliche Herausforderungen. Zur letzten Etappe war der Tross in Bergisch Gladbach Richtung Leverkusen gestartet, bevor es in Langel mit der Fähre über den Rhein ging. Die Fähre war zugleich Zieleinlauf für die Zeitmessung.

Neben vielen besonderen Traditionen, die von dem großen Bruder Tour de France übernommen wurden, gilt auch für die "Tour de Jugendhilfe", dass das Team des Gesamtführenden auf der letzten Etappe nicht mehr angegriffen werden darf. So wurde auch die Ankunft im Raphaelshaus nach großem Vorbild der auf den Champs-Elysées in Paris nachempfunden: Die Strecke auf dem Rheindamm wurde genutzt, um das für die Tour de France typische Peleton zu bilden, die zwei Siegerteams in die Mitte zu nehmen und mit Kinder-Sektsekt anzustoßen. Die restliche Strecke über die B 9 wurde im Peleton mit Begleit-Fahrzeug an der Spitze und am Ende absolviert.

Zuvor gab es neben den herausfordernden Streckenabschnitten auch weitere Aufgaben zu bewältigen, die bei Erfolg zu Zeitgewinnen führten. Nur das Wetter spielte nicht immer mit: Auf der erwartet schweren "Königsetappe" von Siegburg nach Olpe im Oberbergischen Kreis mussten bis zu 1900 Höhenmeter bei Schnee- und Graupelschauer überwunden werden.

Quelle: NGZ
 
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