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Dormagen
Premiere: Weihbischof bei "Autobahn-Andacht"

Dormagen: Premiere: Weihbischof bei "Autobahn-Andacht"
Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und Kreisdechant Msgr. Guido Assmann freuten sich über die vielen Besucher. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. An der Autobahnkapelle der Raststätte Nievenheim konnten Gläubige an einer Andacht teilnehmen und ihre Fahrzeuge segnen lassen. Von Christian Lücke

Mit Gottes Segen sicherer im Straßenverkehr unterwegs zu sein, das Ziel hatten die etwa 60 Teilnehmer der Andacht an der Nievenheimer Autobahnkapelle St. Raphael. Dort gab es zum "Tag der Autobahnkirchen" nicht nur die Möglichkeit, an der Andacht teilzunehmen, sondern hinterher auch sein eigenes Gefährt, ob Auto oder Fahrrad, vom Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und Kreisdechant Msgr. Guido Assmann segnen zu lassen.

"Der Tag der Autobahnkapellen findet jedes Jahr in ganz Deutschland statt und im Erzbistum Köln gibt es nur die eine Autobahnkapelle hier in Nievenheim. Das Grundstück gehörte ursprünglich der Kirchengemeinde Delrath und die Bundesrepublik hat es dann erworben. Mit dem Geld hat die Kirche dann diese Kapelle gebaut, damit Menschen, die hier beruflich oder auf Reisen vorbeikommen, Rast machen oder beten können", erzählt Kreisdechant Assmann. Die Kapelle wird von Ehrenamtlern betreut und in Stand gehalten und ist Tag und Nacht offen. Für Weihbischof Schwaderlapp war es Neuland, eine Andacht an einer Autobahnkapelle zu halten: "Die Andacht soll die Bedeutung der Kapelle unterstreichen. Ihre Spitze zeigt nach oben zum lieben Gott und wir wollen darum bitten, dass er uns Beistand leistet, damit wir gut, heil und gesund ankommen." Schwaderlapp zog auch einen autospezifischen Vergleich: "Das Navigationssystem begleitet einen immer mit gleicher Freundlichkeit, ebenso wie auch Gott uns auf Schritt und Tritt begleitet durch die Engel. Diese Kapelle ist dem Erzengel Raphael geweiht."

Die Teilnehmer beteten, etwa das "Vater Unser" oder sangen zur Musik von Bert Schmitz, Kirchenmusiker im Seelsorgebereich Dormagen Nord, etwa bei den Liedern "Großer Gott" oder "Lobet den Herren" fleißig mit und freuten sich anschließend, mit einem gesegneten Fahrzeug den Heimweg antreten zu können. "Man hat nicht alles selber in der Hand und im vergangenen Jahr hatte ich einen Unfall im Ausland. Ich erhoffe mir zusätzlichen Schutz", sagt Christel Willich, die erstmalig an der Andacht teilnahm. Ulrich Zöller war schon einmal bei einer solchen Segnung: "Wir können Gottes Segen überall gebrauchen, besonders auf der Straße. Das ergibt im Hinterkopf ein gutes Gefühl." In der Messe gestern Vormittag hat der Rheinfelder Thomas Kaminski davon gehört und ist spontan mit der Familie zum Rasthof Nievenheim gekommen: "Wir kannten die Kapelle gar nicht, obwohl sie quasi vor unserer Haustür liegt. Wir haben unser Familienauto segnen lassen, mit dem wir immer zu sechst, also mit vier Kindern unterwegs, sind."

Kreisdechant Assmann freute sich über die Andacht unter freiem Himmel: "Es ist sehr schön hier und die vergangenen Jahre waren wir fast immer draußen vor der Kapelle, weil das Wetter mitspielte." Zur Raststätte kamen sogar Nachbarn aus den Niederlanden, aber nicht, um ihre Autos segnen zu lassen, sondern um für einen Dokumentarfilm ihre finale Szene, die Autosegnung, zu drehen.

Quelle: NGZ
 
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