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Dormagen
Projekt "Kulturrucksack" geht in die zweite Runde

Dormagen: Projekt "Kulturrucksack" geht in die zweite Runde
Die Song-Werkstatt von 2013 (o.). Der Kulturrucksack geht weiter (v.l.) Sonja Baumhauer, Julia Gerhard, die Bürgermeister Daniel Zimmermann aus Monheim und Peter-Olaf Hoffmann aus Dormagen, Lisa Herzog, Claudia Schmidt. FOTO: ON
Dormagen. Dormagen und Monheim setzen ihre Kooperation bei dem Programm für junge Menschen fort. Sie bieten gemeinsame Veranstaltungen an. Von Carina Wernig

Das "Piwipper Böötchen" hat den Brückenschlag über den Rhein ermöglicht. Nachdem die Fährverbindung zwischen Dormagen und Monheim im September 2012 nach 35 Jahren Pause wiederaufgenommen worden war, schlossen sich die beiden Städte 2013 rheinübergreifend zu einem Jugendkulturprojekt zusammen. Jetzt geht der vom Land geförderte "Kulturrucksack" in seine zweite Saison.

Auf dem Programm dies- und jenseits des Flusses stehen unter anderem eine Lesung auf dem Piwipper Böötchen, eine "Klangbrücke", ein Workshop in einem Musikstudio mit der Aufnahme eines Songs, ein Krimi-Dinner, ein Jugendkultur-Geocaching, eine Schreibwerkstatt und ein Fotostreifzug durch Zons - das alles können Kinder und Jugendliche von zehn bis 14 Jahren im Rahmen des "Kulturrucksack NRW" erleben. Zum zweiten Mal beteiligen sich die beiden Städte Monheim und Dormagen gemeinschaftlich an diesem Landesprojekt.

Bis zum Herbst stehen dabei mehr als 25 Aktionen auf dem Programm. "Die kulturelle Brücke, die wir für junge Menschen zwischen unseren Städten geschlagen haben, erweist sich als tragfest und lädt erneut zu vielen spannenden Begegnungen ein", sagte Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, dem sein Monheimer Amtskollege Daniel Zimmermann zustimmte.

Fleißig gepackt wird der Kulturrucksack wieder von der Stadtbibliothek und der Musikschule auf Dormagener Seite sowie dem Ulla-Hahn-Haus, der Stadtbibliothek, der Musikschule und der Kontaktstelle Kulturelle Bildung in Monheim. Mehr als 170 Kinder und Jugendliche konnten die Kulturrucksack-Partner im vorigen Jahr mit ihrem Auftaktprogramm erreichen. Durch originelle und nicht alltägliche Aktionen sollen die Zehn- bis 14-jährigen dabei an die vielfältige kulturelle Landschaft vor Ort herangeführt werden.

Auf der Dormagener Seite können Kinder und Jugendliche zum Beispiel eine Stadtsafari auf der Suche nach besonderen Gebäuden und Plätzen erleben. Die Musikschule lädt sie ein, eigene "Meckerlieder" zu texten und zu komponieren. Viele kulturelle Jugendangebote gibt es bei einer GPS-Schnitzeljagd durch das Stadtgebiet zu entdecken. Auf dem "Piwipper Böötchen" bauen die beiden Musikschulen aus Dormagen und Monheim auch wieder eine gemeinsame "Klangbrücke", an der zahlreiche Schüler und Ensembles mitwirken. Die Stadtbibliothek Dormagen startet eine Lesung auf dem Fährboot und lädt zu einem Mal-Labor mit selbst hergestellten Farben aus "Rotkohlsaft" ein.

In Monheim gehören zum Kulturrucksack unter anderem der Schauspielworkshop "Rauf auf die Bretter", zwei verschiedene Krimi-Dinner oder die Aktion "Entdecke den Künstler in dir". Die Ergebnisse der Projektgruppen in beiden Städten werden wieder bei einer Kulturrucksackparty präsentiert. Das Gesamtprogramm steht unter dem Motto "Op Jöck".

Ermöglicht wird der "Kulturrucksack" durch das Land NRW als Zuschussgeber. Es gewährt eine Pauschale von 4,40 Euro pro Kind im Alter von zehn bis 14 Jahren. Für Dormagen und Monheim sind dies rund 22 000 Euro als jährliche Hilfe für mehr Kinder- und Jugendkultur.

Quelle: NGZ
 
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