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Dormagen
Prokita-Programm bereitet besser auf die Grundschulzeit vor

Dormagen. Die Schüler der St. Nikolaus-Grundschule in Stürzelberg gehören sicherlich zu den Vorbildern. Sie können sich in den Schulpausen an der "Bewegungstonne" bedienen, die im Rahmen der Präventionsinitiative "fit4future" im vergangenen Monat von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vorgestellt wurde. Aber auch an anderen Schulen und in Kindertagesstätten gibt es viele Möglichkeiten für die Kinder, um sich zu bewegen. Das dürfte die CDU beruhigen, die jetzt in einem Antrag nach der Gesundheitsförderung von Kindern gefragt hat.

Dazu gehört neben Bewegung auch Ernährung, für die es ebenso spezielle Programme gibt. Die Verwaltung hat alle 31 Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, die acht Jugendfreizeiteinrichtungen und die Schulen befragt. Die Rückmeldungen waren zwar zahlenmäßig verbesserungswürdig - es waren am Ende 24 - aber qualitativ ergab sich ein breites Bild. Nach Angaben der Verwaltung gehört die Gesundheitsförderung in den Kitas zur alltäglichen pädagogischen Arbeit hinzu. Es gibt auch besondere Programme: "ProKita" in Horrem und Hackenbroich, "wo nahezu 100 Prozent aller Kinder mit ihren Eltern teilnehmen", so Schul- und Jugenddezernent Robert Krumbein. Oder Elternbildungsangebote zu Gesundheitsfragen in den Familienzentren, Eltern-Kind-Aktionen in den Kitas oder das Bewegungsprogramm "Hüpfedötzchen". Eine Untersuchung habe gezeigt, dass die Kinder in Horrem und Hackenbroich, die an dem Prokita-Programm teilnahmen, "mit besseren Voraussetzungen eingeschult werden als anderswo".

Eine ähnliche Untersuchung liegt für den Grundschulbereich nicht vor. Dort orientiert sich die Förderung an den Möglichkeiten jeder Schule. An der Henri-Dunant-Schule bewegen sich die Kinder auf einem Schulhof mit Spielgarage und Baumstämmen. An anderen Schulen gibt es eine Kooperation mit dem TSV Bayer oder laufen Bewegungsangebote in Kooperation mit der OGS nach Unterrichtsschluss.

Beim Thema Ernährung ist meist von der obligatorischen Schulmilch die Rede. Aber Schulen wie die Christoph-Rensing- oder die von-Saarwerden-Schule nehmen am EU-Schulobstprogramm teil, bei dem drei Mal in der Woche frisches Obst an die Schulen geliefert wird.

(schum)
 
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