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Dormagen
Publikum kann viele Lieder der Band "The Galleon" mitsingen

Dormagen. Die Musiker aus Cork sind regelmäßig in Knechtsteden zu Gast - so auch während ihrer Tour zum 25-jährigen Bestehen der Band. Von Hansgeorg Marzinkowski

Seit 25 Jahren tourt die Band "The Galleon" aus dem südirischen Cork regelmäßig mit best Irish Folkmusic durch Deutschland. Seit zehn Jahren sind sie regelmäßig in Knechtsteden, so auch jetzt auf ihrer Jubiläumstour. Von Jahr zu Jahr ist die Fangemeinde gewachsen, nun reicht der Bullenstall im Kloster gerade mal für rund 250 Besucher. "We are happy, to be at home", sagt Declan Lynch zur Begrüßung, der vor allem als Frontman viele Titel interpretiert, aber auch die Bodhran (eine irische Trommel) spielt. Unter den typisch keltischen Instrumenten haben besonders die Gitarren (Mick Mangan, Andy Dunne) eine große Rolle, Ger Walsh beherrscht neben Gitarre und Banjo auch die Tin Whistle (irische Flöte) in hoher und tiefer Lage. Die Band komplettieren Tim O'Sullivan (große Trommeln), Paul Seymour (Keyboards) und Johnny Campbell am E-Bass.

Zum herben Männergesang vereinigen sich oft alle Mitglieder, gelegentlich mehrstimmig, bei einem besonders schönen irischen Volkslied auch a cappella. Das Publikum kennt sich gut aus, die englischen Songs werden oft mitgesungen. Schon der allererste Titel "Portland Town" ruft Begeisterung hervor. Auch die getragene Ballade "Whiskey in the Jar", schönster irischer Folk mit verzierender Flöte, löst stürmischen Jubel aus. Ruhiger wird es, als einige Kriegslieder ausdrücklich den Opfern des Stockholmer Attentats gewidmet werden. Andy singt "Free the People", in dem Joan Baez' ausdrucksstarkes "We shall overcome" aufgeht. Tim interpretiert "Where have all the Flowers gone?" von Pete Seeger eigenwillig neu. Und Ger verleiht der alten Rebellenballade "Song of the Diggers" aus dem 17. Jahrhundert mit der Vision von der Erde als allen gemeinsamer Schatz beklemmende Aktualität. Ein schöner rein instrumentaler Titel, "Lonesome Boatman", leitet dann wieder in temperamentvolle irische Volksmusik über, die auch frivol sein kann, wie der Song vom "Oldest Swinger in Town". Andy Dunne ist Autor des beschwingten "Take this man".

Andere Titel werden gerne mit bekannten Songs berühmter Kollegen verbunden. Das irische "Danny Boy" mündet plötzlich in "Bridge over troubled Water", dem Erfolgsstück von Simon & Garfunkel. Die Begeisterung war grenzenlos, als das Schunkellied "Red Rose Café" mit Peter Alexanders "Die kleine Kneipe in unserer Straße" weitergeführt wird. Das sangen auch die Iren in akzentfreiem Deutsch, dank ihrer Mikros auch unter dem großen Publikumschor deutlich vernehmbar.

Quelle: NGZ
 
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