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Dormagen
Quartett bietet "Jazz für Anfänger"

Dormagen. Ein Elektroingenieur, ein Geologe und zwei Musiklehrer stehen zusammen auf einer Bühne. Was im ersten Moment ungewöhnlich klingt, ist in Wirklichkeit eine Einladung zum Entspannen. Denn das Neusser Quartett tritt als Band "DiJazzTif" auf und ließ das Publikum im Rahmen der Reihe "Friday Night" in der Kulturkirche Dormagen in die Leichtigkeit des Musikstils Jazz eintauchen.

"Wir spielen Easy Listening Jazz und ein bisschen Punk" sagt Saxophonist Klaus Theißen. Die Gruppe möchte "entspannten und gut hörbaren Jazz" bieten und führte vor allem Songs der 40er, 50er und 60er Jahre aus dem "Realbook", einer Sammlung aus Jazzstandards, auf. Zwischendurch streuten sie auch einige aktuellere Titel wie "The Source" von Chris Potter ein. Zudem gab es für die Band eine Premiere: Mit Elke Frings wurde das Quartett an den Instrumenten Saxophon, Gitarre, Bass und Schlagezeug erstmals bei einigen Liedern gesanglich unterstützt.

Normalerweise tritt das Quartett nur instrumental auf. Der Bandname "DiJazzTif" ist indes eine Anlehnung an den Absacker nach dem Essen, den Digestif, "da wir oft nach dem Essen spielen" erklärt Klaus Theißen, der schon seit seiner Schulzeit jazzbegeistert ist. Als er damals in einem Schüleraustausch in eine Gastfamilie ins englische Bournemouth kam und dort viele Jazzplatten hörte, war seine Leidenschaft geweckt: "Ursprünglich habe ich Schlagzeug gespielt, aber dann habe ich mit Saxophon begonnen und es lag nahe, dieses Instrument auch in der Jazzmusik zu spielen", sagt der Elektroingenieur. "Musik ist aber mein Hobby - ein sehr wichtiges" sagt Theißen, der mit "DiJazzTif" etwa zehn Mal im Jahr auftritt.

Pfarrer Frank Picht, Organisator der "Friday Night"-Reihe, erklärt das Experiment, Jazz in Dormagen zu etablieren: "Die Coverbands haben hier ein bestimmtes Publikum und wir wollten mit diesem Konzert mal etwas anderes ausprobieren und schauen, wie das ankommt. Heute bin ich mit der Resonanz ganz zufrieden." Gut 50 Gäste waren es auch. "Wir haben auch schon einmal Comedy ausprobiert, das ist allerdings nicht so gut angekommen." Anfang April steht ein Sommerfest mit drei Soulgruppen auf dem Programm,. "Die Stücke sind geschmackvoll und spielerisch gut, genau richtig, um dem Dormagener Publikum den Einstieg in den Jazz zu bieten", sagt Peter Tümmers, der oft nach Köln zu Konzerten fährt. Er würde sich über mehr Jazzkonzerte in Dormagen freuen.

(clü)
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