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Dormagen
Radstation übergibt Spendenräder an Flüchtlinge

Dormagen. Das Projekt "Runde Sache für neue Nachbarn" in Dormagen ist auf der Zielgeraden: Wie Dirk Jünger, Abteilungsleiter Soziale Dienste des Caritasverbandes Rhein-Kreis Neuss, erklärte, werden Ende nächster Woche aufgearbeitete und gesäuberte Fahrräder an 20 bis 25 Flüchtlinge der Stadt Dormagen übergeben. "Das Projekt hat sehr gut geklappt", sagt Jünger, der die "große Spendenbereitschaft der Dormagener" lobt: "Wir haben viele Räder abholen können." Von Carina Wernig

In der Radstation, die die Caritas seit November am Dormagener Bahnhof betreibt, wurden die Spendenräder gewaschen und kleinere Reparaturen ausgeführt. Beteiligt haben sich am Projekt außer der Caritas und der Stadt Dormagen als Vermittler zu den Asylsuchenden drei weitere Projektteilnehmer, um gemeinsam Flüchtlinge mit geeigneten Rädern auszustatten und zugleich Jugendliche und junge Erwachsene einzubinden, die im Leibniz-Gymnasium zur Schule gehen, in Ausbildung beim Rhein-Werk von Hydro sind oder vom Jobcenter Rhein-Kreis Neuss begleitet werden (die NGZ berichtete). Auch Ehrenamtliche der Freiwilligen-Agentur haben sich beteiligt. Die Flüchtlinge erhalten auch eine Einweisung in Verkehrsregeln und -schilder.

"Unser Projekt ist ja nicht nur konkrete Hilfestellung für die eigenständige Bewältigung von Wegen und Tagesgestaltung der Flüchtlinge, sondern Ausdruck einer gemeinsam gestalteten Willkommenskultur", erklärte Dirk Jünger von der Caritas. Angestoßen wurde das Projekt im März durch einen Hauptausschuss-Antrag von Bündnis 90/Die Grünen.

Noch fehlen Helme und Schlösser. "Die können gern in der Radstation abgegeben werden", sagt Jünger. Auch Geldspenden sind bei der Radstation unter "Runde Sache" möglich. Weitere Infos bei Bettina Baum-Effertz unter 02133 2500300.

Quelle: NGZ
 
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