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Dormagen
Raphaelshaus öffnet seinen Schützlingen die weite Welt

Dormagen. Ein wenig erinnert das Raphaelshaus zurzeit an einen Taubenschlag. In den Sommerferien herrscht ein Kommen und Gehen in der Einrichtung; die Kinder und Jugendlichen aus den insgesamt 24 Gruppen brechen zu Sommerferienaktivitäten und Familienbesuchen auf. Gerade die Ferienausflüge sind von großer pädagogischer Bedeutung. Doch sie erfordern von den Mitarbeitern auch einen hohen Einsatz. "Die Königsdisziplin sind nach wie vor die Wallfahrten zu fernen spirituellen Zielen", berichtet Raphaelshausleiter Hans Scholten.

In diesem Jahr sei das die zweite Etappe des Pilgerweges von Orleans in Frankreich bis zu einem noch unbekannten Endpunkt. Drei Gruppen seien mit Fahrrädern auf dem Jakobsweg Richtung Santiago unterwegs. Vom Basislager bei Grenoble starten Kanadier, Mountainbiker und Kletterer. Letztere bezwingen die grandiosen Kletterersteige in schwindelnden Höhen, so Scholten. Den nördlichsten Punkt erkundet bei einer Sommertour mit Fahrrädern eine Mädchengruppe, die in Finnland unterwegs ist. Die Hildegardgruppe aus Zons fährt eine Etappe am ehemaligen Eisernen Vorhang entlang, um europäische Geschichte zu erleben. "Auch von Friesland bis zum Allgäu und von Mecklenburg-Vorpommern bis zur Eifel erleben die Mädchen und Jungen Ferien mit ihren Pädagogen", erzählt Scholten. Diese Maßnahmen seien stets die intensivste pädagogische Zeit im Jahr. Das Raphaelshaus-Motto, zwischen Fordern und Fördern Erlebnisräume und Herausforderungen zu schaffen, verlange den Fachkräften viel pädagogisches Geschick und persönlichen Einsatz ab. "Bei nichts wird die Vorbildfunktion der Erwachsenen von den Mädchen und Jungen mehr abgefragt und beäugt als in den gemeinsamen Ferien", weiß Scholten. "Und bei mir fallen die Steine vom Herzen, wenn alle wieder gesund im Raphaelshaus sind."

(ssc)
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