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Dormagen
Rat berät über Flüchtlings-Bauten

Dormagen. Nachhaltige Lösungen bei den Unterkünften fordert auch die IG Nievenheim.

Am Dienstag, 10. Mai, werden die Ratsmitglieder in der Sondersitzung ab 17.30 Uhr im Ratssaal über Flüchtlings-Unterkünfte und Sozialen Wohnungsbau sowie über eine personelle Aufstockung des Stadtplanungs-Bereich wegen der geforderten neuen Bauleitplanverfahren beraten.

Dabei wird die Verwaltung wie in jeder Sitzung des Rates und des Hauptausschusses einen aktuellen Sachstand der Flüchtlingssituation geben. Mitte April waren es 766 Flüchtlinge, zu denen die 350 Plätze der ehemaligen Landes-Notunterkünfte gerechnet werden müssen.

Über den Stand der Bauarbeiten bei den fünf beschlossenen Unterkünften wird auch berichtet: am Sportplatz in Horrem, im Gewerbegebiet "Top West" (das "Welcome Center"), am Sportplatz in Delhoven, Auf'm Pohlacker in Rheinfeld und an der Marie-Schlei-Straße in Nievenheim. Dort sollen für drei bis sechs Jahre bis zu 550 Flüchtlinge wohnen.

Angesichts des momentanen Zuweisungs-Stopps und damit geringeren Zahlen als prognostiziert, hatte die Verwaltung in der Ratssitzung am 19. April vorgeschlagen, zunächst auf die Festlegung auf weitere vier Standorte zu verzichten. Ursprünglich waren 15 neue Standorte für 2016 angedacht, für die Baurecht für temporäre Unterkünfte gilt, nicht aber für konventionelle Bauten. Die Stadt setzt auf Vermittlung in Wohnungen: Aus den 141 sollen bis Ende 2016 sogar 271 Flüchtlinge in angemieteten Wohnungen werden. Zudem wird im Neubaugebiet Nievenheim IV in Teilen sozialer Wohnungsbau ermöglicht.

Konventionelle statt temporärer Bauweise regt auch die Interessengemeinschaft "Flüchtlingsunterkünfte nur mit Bürgerbeteiligung schaffen" (IG Nievenheim) an: "Die Politik in Dormagen muss zukünftig den Schwerpunkt auf langfristige und nachhaltige Lösungen legen, da diese entsprechend Gelder sparen, die man besser in die langfristige Aufgabe Förderung der Integration durch Sprache und Qualifikation investieren sollte", heißt es in ihrer Pressemitteilung. Temporäre Unterkünfte könnten nur mit "erheblichem finanziellen Aufwand versetzt werden". Sozialer Wohnungsbau sei vorzuziehen.

(cw-)
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