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Dormagen
Rat beschließt Konzept für Firmenansiedlungen

Dormagen. Der Stadtrat hat ein Vermarktungs- und Ansiedlungskonzept verabschiedet. Im Ergebnis sollen krisenfeste Gewerbebetriebe mit einem möglichst geringen Flächenverbrauch angesiedelt werden. Bevor es zu diesem einvernehmlichen Beschluss kam, wurden in einer längeren Diskussion Unterschiede zwischen den Fraktionen deutlich.

Für Antragsteller CDU bezog sich Fraktionsvorsitzender André Heryschek vor allem auf Brachflächen entlang der B 8, die es zu rekultivieren gilt. Er fragte, welche Unternehmen die Stadt beispielsweise bei der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real ansprechen will, wenn sie nicht genügend interessante Flächen anbieten kann. Bürgermeister Erik Lierenfeld ließ die Kritik der CDU nicht gelten, er argumentierte: "Flächen am Wahler Berg werden schon seit Jahren wie Sauerbier angeboten. Es gibt auch heute bereits Flächen, wie zum Beispiel am Silbersee, die jedoch RWE gehören. Ähnliches gilt für das ehemalige Gelände von Fiege&Bertoli - wir können nur mit Grundstückseigentümer etwas machen." Für ihren ursprünglichen Ansatz, mit dem Eigentürmer des Fiege&Bertoli-Areals ein solches Konzept zu erstellen, erntete die CDU keinen Beifall. Dies sei Sache des Unternehmens. "Lassen Sie davon ab und die Wirtschaftsförderung ihre Arbeit machen", rief SPD-Fraktionschef Bernhard Schmitt seinem CDU-Kollegen zu. Mit einem solchen, später verabschiedeten Konzept, wolle die CDU, so Heryschek, "ein klares Signal an die Wirtschaftsförderung geben". Die mache einen guten Job, verteidigte Lierenfeld die Mitarbeiter, "das wird ihnen auch in der Unternehmens-Umfrage bescheinigt". Am Ende herrschte Einigkeit darin, dass dieses Konzept im Beirat diskutiert werden soll, der die Arbeit der Unternehmensberatung zur Neustrukturierung der Wirtschaftsförderung begleitet.

(schum)
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