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Dormagen
Rat einstimmig für Krumbein und Gaspers

Dormagen: Rat einstimmig für Krumbein und Gaspers
FOTO: Tinter; Anja (ati)
Dormagen. Robert Krumbein als neuer Erster Beigeordneter und Tanja Gaspers als neue Beigeordnete bekamen ein klares Votum. Von Klaus D. Schumilas

Als Robert Krumbein nach seiner Wahl ein paar Worte ins Mikrofon sprechen sollte, brachen die Emotionen aus dem 59-Jährigen heraus: "Es ist ein verdammt gutes Gefühl, ein Stück weit nach Hause zu kommen." Den Weg dazu ebneten die Stadtverordneten im Rat, die den gebürtigen Dormagener einstimmig (bei einer Enthaltung) zum Ersten Beigeordneten für die Bereiche Feuerwehr/Rettungsdienst, Sicherheit/Ordnung sowie Bildung und Kultur wählten. Auch Tanja Gaspers äußerte sich "überwältigt": Seit 1. Juni erst Stadtkämmerin wurde die Dezernentin einstimmig zur neuen Beigeordneten gewählt. Dieses Amt wird sie offiziell ab 15. Juli inne haben, während der Amtsantritt von Krumbein noch nicht ganz klar ist. In Solingen, wo er zurzeit Beigeordneter ist, will man ihn erst im Herbst ziehen lassen.

Im Vorfeld der Ratssitzung hatte sich bereits das breite Votum für beide Bewerber abgezeichnet. Vollends entspannt konnte Krumbein nach dem Gespräch mit der CDU-Ratsfraktion sein, zu dem er unmittelbar vor der Sitzung gebeten worden war. "Dort haben wir auch die persönliche Note kennengelernt", sagt Fraktionsvorsitzender André Heryschek. "Daher haben wir uns bewusst entschieden, das Ergebnis der Findungskommission mitzutragen. Krumbein war der beste Kandidat." Das klang auch deutlich aus den Worten von Bernhard Schmitt heraus, der Krumbein nach dessen Wechsel nach Solingen 2008 als Fraktionsvorsitzender der SPD folgte: "Ein tolles Ergebnis für den mit Abstand besten Kandidaten." Der neue Erste Beigeordnete freute sich über die "große Unterstützung, das macht Mut". Und mit Blick auf die prekäre Haushaltssituation in Dormagen sagte er: "In Solingen gibt es noch ein paar Problemchen mehr." Er werde daher dort noch mithelfen, "die ein oder andere Baustelle zu schließen". Krumbein, der selbst 27 Jahre für die SPD im Stadtrat saß, rief die Ratsmitglieder auf, "gemeinsam um den Weg zu ringen, Dormagen nach vorne zu bringen".

Etwas in den Hintergrund geriet da die Wahl der neuen Beigeordneten Tanja Gaspers, der angesichts der hundertprozentigen Zustimmung ein leises Lächeln über das Gesicht huschte. Im März noch scheiterte die 46-Jährige mit der Bewerbung in ihrer Heimatstadt Troisdorf. Wenig später rückt Gaspers, die von der CDU gestützt wird, für Kai Uffelmann, der Erster Kreisrat im Landkreis Harburg wird, als Kämmerin auf und wird keine drei Wochen später zur Beigeordneten. Sie gibt damit ein sicheres Anstellungsverhältnis auf und wird zur Wahlbeamtin (acht Jahre). "Das ist eine große Herausforderung, auf die ich mich freue", sagte sie. "Die Aufgabe gehe ich mit Schwung und Elan an." Hätte man sie mit dieser Perspektive vor einem halben Jahr konfrontiert, "hätte ich sehr ungläubig geguckt". Damit ist die von Bürgermeister Erik Lierenfeld initiierte Umstrukturierung der Rathausspitze beinahe abgeschlossen. Er will nach dem Ausscheiden von Dezernent Gerd Trzeszkowski in den Ruhestand diese Führungsebene komplett abschaffen und so rund 120 000 Euro jährlich sparen.

Quelle: NGZ
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