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Dormagen
Rathaus-Brunnen bleibt erhalten

Dormagen: Rathaus-Brunnen bleibt erhalten
Es gibt viele klare Bekenntnisse zum Erhalt des Rathaus-Brunnens. FOTO: kds
Dormagen. Hauptausschuss gibt klares Bekenntnis ab, aber Kulturausschuss entscheidet. Von Klaus D. Schumilas

Die Chancen, dass der Rathaus-Brunnen bald wieder ein Hingucker sein wird, auf dem Wasser sich seinen Weg entlang der Terracotta-Tafeln suchen wird, stehen sehr gut. Die Mitglieder des Hauptausschusses haben sich jetzt klar dafür ausgesprochen, dass das Schmuckstück erhalten und nicht abgebaut wird. Die Details und letztendliche Entscheidung sollen aber im Kulturausschuss fallen. "Denn dort gehört das Thema hin", argumentierte CDU-Fraktionsvorsitzender Kai Weber. Damit allerdings könnte es passieren, dass es wohl in den Sommer hinein gehen kann, ehe die Brunnen-Stele wieder funktionstüchtig sein wird. Denn die nächste Sitzung dieses Gremiums ist erst am 29. Mai. Bis dann ein geeigneter Handwerksbetrieb gefunden ist, der die offenbar komplizierte Brunnen-Technik beherrscht, kann es dauern. In der Zwischenzeit geht mit Blick auf den nahenden Frühling einiges an Zeit verloren.

Für die SPD sagte Detlev Zenk, dass dieser Brunnen mitten in Dormagen "ein Stück weit zur Lebensqualität" in Dormagen beiträgt. Daher müsse "jede Möglichkeit genutzt werden, um den Brunnen zu erhalten". Die von der Verwaltung als grobe Schätzung angegebenen 8000 Euro für die Reparatur "sollten wir doch ausgeben können". Zenk forderte zugleich, die regelmäßige Vermoosung des Brunnens frühzeitig zu stoppen. Weber sieht in dem Brunnen womöglich ein "späteres Kulturgut". Markus Roßdeutscher (FDB) wünscht sich eine freundlichere Gestaltung des unmittelbaren Umfelds des Brunnens.

Dem Vorschlag des Crowdfundings, der in der Sitzung aufkam, hielt Bürgermeister Erik Lierenfeld entgegen, dass dieses Modell in Kooperation mit der VR Bank laufe und die Sparkasse Spender des in diesem Jahr 30 Jahre alten Brunnens sei. "Wir werden mit der Sparkasse sprechen, ob die das gut findet." Zuletzt hatten sich einige Bürger gemeldet, die die Betriebskosten für jeweils ein Jahr übernehmen wollen. Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage auf die technischen Probleme hingewiesen, die der Brunnen bereite, der nicht mehr in Betrieb ist. Mehrere Reparaturversuche seien erfolglos gewesen.

Quelle: NGZ
 
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