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Dormagen
Reservisten nahmen am Hürtgenwaldmarsch teil

Dormagen. Unter dem Motto "Versöhnung über den Gräbern" wurde am Samstag der 33. Internationale Hürtgenwaldmarsch (IHM) in Vossenack ausgerichtet - knapp 20 Mitglieder der Reservistenkameradschaft (RK) Dormagen nahmen daran teil. Im Vorjahr waren es insgesamt knapp 500 Teilnehmer.

"Wir wollen dazu beitragen, dass eine der längsten und grausamsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs nicht in Vergessenheit gerät. Darum sind wir heute hier", erklärte Kurt Bohmann (64), der zum ersten Mal mit der Reservistenkameradschaft Dormagen dabei ist. "Bereits zum siebten Mal beteiligen wir uns von der Dormagener Reservistenkameradschaft, in diesem Jahr sind wir die stärkste Marschgruppe mit 17 Teilnehmern", betonte der Vorsitzende der Dormagener Reservistenkameradschaft, Erik Heinen.

Das Landeskommando NRW und die Reservistenkameradschaft aus Hürtgenwald organisierten den Marsch, bei dem Reservisten, aktive Soldaten, aber auch Zivilisten und Hilfsorganisationen unterwegs waren. Alle vier Wegstrecken, die zwischen zehn und 40 Kilometer lang waren, führten durch die im Zweiten Weltkrieg umkämpfte Region, in der sich Amerikaner und Deutsche Ende 1944/Anfang 1945 einen blutigen Stellungskampf lieferten.

Seit Jahrzehnten schon marschieren die aktiven Soldaten und Reservisten der einst verfeindeten Nationen freundschaftlich miteinander. Von "gelebter und sichtbarer Völkerverständigung" berichten die Kameraden aus Dormagen.

Auf der Einladung heißt es ausdrücklich: "Der Hürtgenwaldmarsch ist mit dem Titel 'Versöhnung über Gräbern' überschrieben." Für den Dormagener RK-Vorsitzenden Heinen trifft diese Beschreibung bestens die Idee des Marsches: "Amerikaner, Niederländer, Belgier und Deutsche sind dabei und pflegen die Versöhnung." Beim IHM sind alle Altersstrukturen vertreten, berichtet Heinen: "Kinder sind mit ihren Eltern unterwegs, die ältesten Teilnehmer sind über 70 Jahre alt." Mitglieder einer internationalen Truppe stellen verschiedene Situationen aus der Kriegszeit dar. So soll erklärt werden, was seinerzeit passiert ist, um "einen Zugang zur Geschichte zu ermöglichen", so Heinen.

(cw-)
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