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Dormagen
Rhein-Kreis zur Übernahme der Musikschule bereit

Dormagen. Der Rhein-Kreis Neuss ist nicht abgeneigt, die städtische Musikschule Dormagen zu übernehmen. "Wir sind grundsätzlich für solche Überlegungen offen", sagt Kreis-Kulturdezernent Tilmann Lonnes. Er verweist darauf, dass es solche Initiativen immer mal wieder gegeben habe. Jetzt könnte es ernster sein, weil Dormagen tief im Haushaltssicherungskonzept steckt, daher sparen muss und von politischer Seite (CDU) eine verstärkte interkommunale Kooperation gefordert wird.

Der Rhein-Kreis führt bereits die Musikschulen in Rommerskirchen, Grevenbroich, Korschenbroich, Jüchen und Kaarst. Dormagen könnte hinzukommen. Ein Blick auf das Zahlenwerk zeigt das finanzielle Potenzial: Für alle Musikangebote in den Städten und Gemeinden fährt der Kreis ein Defizit von jährlich 991 000 Euro ein. Angesichts von 920 Jahreswochenstunden Musikunterricht ergibt sich daraus ein Zuschuss von 20,71 Euro pro Unterrichtsstunde. In Dormagen liegt diese Bezuschussung (insgesamt 679 000 Euro) bei 24,17 Euro.

Personell führt der Rhein-Kreis die Musikschulen mit einer Leitung von Grevenbroich aus. Vor Ort sind es "Koordinatoren", so Lonnes, die den Ablauf regeln. In Dormagen wird gerade eine neue Leitung gesucht, nachdem die Stadt Bärbel Hölzing die Leitung entzogen hat. Heute läuft die interne Bewerbungsfrist ab.

Es gibt klare Gegner einer solchen Angliederung der städtischen Musikschule an den Kreis. Fördervereins-vorsitzender Professor Gary Holt sagt: "Ich plädiere für den Verbleib bei der Stadt." SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt vertritt die Auffassung, dass die Musikschule auch vor Ort wirtschaftlich arbeiten kann." Für die Prüfung einer Übernahme ist vor allem die CDU.

(schum)
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