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Dormagen
Ring-Center-Chef Lehnhoff verlässt die Werbegemeinschaft

Dormagen: Ring-Center-Chef Lehnhoff verlässt die Werbegemeinschaft
Gegenspieler: Frank Lemke (l.) und Hans-Dieter Lehnhoff. FOTO: jaz
Dormagen. Eklat bei letzter Sitzung der Arbeitsgruppe. Reisebüro-Inhaber Axel Güttler: "Das hat keinen Sinn mehr." Kommt jetzt Dirk Reißer? Von Klaus D. Schumilas

Jetzt steckt die Werbegemeinschaft Stadt Dormagen, kurz WSD, vollends in der Krise. In vier Wochen soll auf der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern ein Konzept zur Neuaufstellung der Händlergemeinschaft vorgelegt und ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Doch in der letzten Sitzung am Montag krachte es richtig: Dort legte Hans-Dieter Lehnhoff die Kündigung der Mitgliedschaft zum Ende des Jahres auf den Tisch. "Aufgrund der ungeklärten Situation werde ich keine Zeit und kein Geld mehr investieren." Er hatte bereits die Forderung aufgestellt, die WSD aufzulösen.

Das Fass zum Überlaufen brachte laut Aussage des Inhabers des Ring-Centers die Ankündigung von Noch-Vorsitzendem Frank Lemke, ein weiteres Jahr im Amt bleiben zu wollen. Dabei geht es offenbar um eine persönliche Haftung bei einer möglichen Schieflage der Finanzen. "Die Finanzen sind in Ordnung, meine Ankündigung habe ich nur gemacht, damit etwas Leben in die Bude kommt. Hat ja auch geklappt", kontert Lemke. Lehnhoff wird mit Axel Güttler ein weiterer angesehener Geschäftsmann folgen: "Ich werde zu 99 Prozent die WSD auch verlassen", sagt der Inhaber des First-Reisebüros.

Er ist sauer: "Es gab in der Arbeitsgruppe tolle Konzepte. Wenn aber aus dem bestehenden Vorstand dann Einzelne kein Interesse haben und einfach nicht zu Sitzungen erscheinen, dann macht es keinen Sinn mehr." Güttler, der bereit gewesen wäre, ein Vorstandsamt zu übernehmen, lobt ausdrücklich das "große Engagement" von Michaela Jonas und von Bürgermeister Erik Lierenfeld, "der sich stark einbringt". Steuerberaterin Jonas hatte ihre Bereitschaft erklärt, für den Vorsitz zu kandidieren, später aber zurückgezogen, ebenso aus der Arbeitsgruppe. Sie beklagt "mangelnde Unterstützung bei der Einarbeitung durch den Vorsitzenden".

Der WSD-Vorstand informierte am Donnerstag seine Mitglieder über den Termin der Versammlung (13. April, "Höttche") und über die aktuelle Lage. In dem Schreiben heißt es, dass ein "umfangreiches Konzept für ein zukunftsweisendes Citymarketing" entwickelt worden sei. Dieses Konzept beinhalte (erstmals) einen "Kooperationsvertrag zwischen Stadt, Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft und WSD". Bürgermeister Lierenfeld spricht von einem "guten Konzept. Die Einsatzbereitschaft ist groß, die Innenstadt nach vorne zu bringen". Auf das Rundschreiben hin hat sich schon ein Interessent gemeldet und nach den Bedingungen für den Vorsitz erkundigt. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich um Dirk Reißer, der in der Rathaus-Galerie eine Tanzschule betreibt.

Quelle: NGZ
 
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