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Dormagen
Rockiges Kopf-an-Kopf-Rennen im Micado

Dormagen: Rockiges Kopf-an-Kopf-Rennen im Micado
Bei der Premiere des Contests standen sie noch auf dem Siegertreppchen: die Dormagener Pop-Punk-Band False Blossom. Am Samstag kam die Konkurrenz bei Publikum und Jury besser an. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. "Brain Funk" aus Magdeburg konnte sich bei der zweiten Auflage des Newcomer Contests gegen drei andere Bands durchsetzen. Von Christian Lücke

Sie werden das Rock'n'Roll Slam Festival am 30. Juli auf der Freilichtbühne in Zons eröffnen - die Magdeburger Band "Brain Funk" konnte Publikum und Jury am Samstag beim Contest überzeugen.

Türen und Fenster schließen, Boxen und Verstärker aufdrehen - das war das Motto am Samstagabend beim "Newcomer Contest" im Micado. Dort wurde es laut, richtig laut und das war auch gut so. Denn dort heizten gleich vier Bands mit den verschiedensten und größtenteils selbst geschriebenen Songs aus den Musikrichtungen Metal, Punk und Rock den über 100 Besuchern ordentlich ein. Als Titelverteidiger ging die Dormagener Pop-Punk-Band "False Blossom" an den Start. "Wir spielen drei eigene Songs und haben auch ein Cover von One Direction dabei", sagt die Sängerin Annika Kleschautzky. "Die Location ist sehr gemütlich und für uns ist es nostalgisch wieder hier im Micado zu spielen", spricht die Sängerin weiter. Extra aus Magdeburg angereist war die Band "Brain Funk", nachdem sie, wie die drei anderen Gruppen, zuvor in einem Facebook-Wettbewerb von 20 Newcomer Bands unter die besten vier gekommen war. "Wir machen Punkrock mit Metaleinflüssen", berichtet Sänger Dennis Filke und ergänzt: "Der Fokus liegt dabei auf dem Gitarrenpart, bei dem wir mit zwei Gitarren parallel spielen, die sich melodisch gegenseitig ergänzen." Die 2013 gegründete Gruppe lässt sich in ihrem Musikstil vor allem von Bands wie "SUM 41", "Five Finger Death Punch" oder "Green Day" inspirieren.

Außerdem traten auch zwei Grevenbroicher Bands auf. Sehr schnelle und wuchtvolle Songs lieferte "Cry for Salvation", die ihre Musik als Alternative Metal Core bezeichnen. Ihre Experimentierfreude drückte sich unter anderem in einer Dubsteb-Sequenz auf einem Keyboard gegen Ende des Auftritts aus. Auch die Gruppe "Bladefire" kommt aus Grevenbroich. Sie spielte melodischen Death Metal und boten "keinen richtigen Gesang, sondern zweistimmige Gitarrenparts mit treibenden Drums und markant gegröltem Text", so Sänger Paul Klass. Beim "Newcomer Contest" war die Voraussetzung, dass das Durchschnittsalter der Bandmitglieder unter 23 Jahren ist. Eine Neuerung im Vergleich zur ersten Auflage war die Ermittlung des Siegers. So musste jeder Besucher auf einem Stimmzettel zwei Bands ankreuzen, damit nicht die Gruppe mit den meisten Fans vor Ort automatisch Platz eins erreichte. Auch eine Jury wirkte diesmal bei dem Urteil mit. Mitveranstalter Erik Krüger betonte, dass "die Jury genauso abgestimmt hat wie die Gäste." Dennoch sei es eine sehr knappe Entscheidung gewesen. Die Siegerband hatte nur ein paar Stimmen mehr", verrät Krüger. Auch Felix Dietz, pädagogischer Leiter des Micados, freute sich über die "tollen Bands" sowie "ein gemischtes Publikum und gute Stimmung."

"Alle Bands waren super und für uns ist es etwas Besonderes, da wir noch nie auf einem Festival gespielt haben", freute sich "Brain Funk"-Gitarrist Christian Hirschfeld nach dem Contestgewinn auf den Auftritt auf der Zonser Freilichtbühne.

Quelle: NGZ
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