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Dormagen
S-Bahn: Gutachter für 20-Minuten-Takt

Dormagen. Machbarkeitsstudie hält für die geplante S-Bahn-Verbindung zwischen Köln und Mönchengladbach auch ab Rommerskirchen eine Fahrverbindung dreimal pro Stunde für wirtschaftlich.

VON BERND ROSENBAUM

ROMMERSKICHEN Das ist eine gute Nachricht für alle Berufspendler und Gelegenheits-Bahnfahrer: Die im Mai in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für die geplante zukünftige S-Bahn-Verbindung zwischen Köln und Mönchengladbach kommt zu dem Schluss, dass sich auch ab Rommerskirchen ein 20-Minuten-Takt wirtschaftlich betreiben lässt. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die Ende November im Hauptausschuss des ÖPNV-Dachverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) bekannt gegeben wurde.

Ursprünglich sah der Nahverkehrsplan NRW in seiner jüngsten Fassung vor, die Regionalbahnlinie RB 27 bis 2025 in die S-Bahn-Linie S 6 übergehen zu lassen, die zwischen Köln und Mönchengladbach verkehrt. Der Regionalexpress RE 8, der stündlich auf der gleichen Strecke fährt, soll beibehalten bleiben.

Zunächst war für die neue S 6 vorgesehen, den bisherigen Fahr-takt der RB 27 von einmal pro Stunde lediglich zwischen Köln und Stommeln auf eine Verbindung alle 20 Minuten zu erhöhen.

Geprüft werden sollte mittels eines Gutachtens, ob der 20-Minuten-Takt auch bis Grevenbroich ausgeweitet werden könnte - und sei es auch nur in den Hauptverkehrszeiten. Das vom Hildener Planungsbüro StadtVerkehr erstellte Gutachten hat einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor für den höheren Takt ermittelt. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) trage daher, so der Zweckverband Nahverkehr Rheinland, "die Verlängerung des 20-Minuten-Taktes der S 6 von Stommeln nach Grevenbroich mit". Offen ist noch, ob die Verlängerung auch in den Nebenzeiten wirtschaftlich durchführbar ist oder auf die Hauptzeiten beschränkt bleibt.

Bestätigt wurde in diesem Zusammenhang auch noch einmal die Machbarkeit einer erforderlichen zusätzlichen Weichenverbindung im Bereich der Haltestelle Köln-Müngersdorf Technologiepark. Dort muss die bisherige Regionalverkehr-Trasse auf das S-Bahn-Netz eingefädelt werden, damit die künftige S 6 auch die S-Bahn-Haltestellen Köln-Ehrenfeld, Köln-Hansaring und Köln-Hauptbahnhof anfahren kann. Ohne diese zusätzliche Weiche wäre eine S-Bahn nach Rommerskirchen und Mönchengladbach gar nicht erst möglich.

"Für Rommerskirchen wäre das natürlich eine deutliche Verbesserung", zeigte sich Bürgermeister Martin Mertens erfreut. Umso wichtiger sei es, in den politischen Bemühungen um den S-Bahn-Anschluss jetzt nicht nachzulassen und Geschlossenheit zu demonstrieren. Daher habe er (SPD) zusammen mit seinen Amtskollegen Klaus Krützen (SPD) aus Grevenbroich und Harald Zillikens (CDU) aus Jüchen jetzt einen Brief an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) geschrieben, in dem er aufgefordert wird, sich ebenfalls für die S-Bahn stark zu machen.

Allerdings wird die neue S-Bahn-Linie - unabhängig ob nun im 60- oder im 20-Minuten-Takt - frühestens erst 2025 über die Gleise Richtung Mönchengladbach rollen. Aber: "Wichtig ist, jetzt die entsprechenden Weichen dafür zu stellen", so Bürgermeister Mertens.

Quelle: NGZ
 
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