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Dormagen
Sanierung der Wirtschaftswege entzweit SPD und CDU

Dormagen. Die Positionen sind sehr unterschiedlich: Hier die CDU, die der Meinung ist, dass 100.000 Euro im kommenden Jahr in die Sanierung von Wirtschaftswegen in Dormagen gesteckt werden müssen, dort die SPD, die die Ansicht vertritt, dass die Hälfte der Summe ausreicht.

In der Sitzung des Hauptausschusses, in der auch der Etat 2016 beraten wird, fällt die Entscheidung. Für die SPD vertrat jetzt Ruben Gnade die Auffassung, dass die 50.000 Euro, die in diesem Jahr zur Verfügung stehen, auch ausgereicht haben. "Angesichts der Haushaltslage ist der Betrag angemessen." Im Übrigen habe es eine Wirtschaftswege-Kommission gegeben, die sich den Zustand der Wege angesehen und keine Priorisierung vorgenommen habe. Eine völlig andere Meinung äußerte der planungspolitische Sprecher der CDU, Karl-Heinz Heinen: "Die Wirtschaftswege sind in einem desolaten Zustand, es gibt keinen, der nicht kaputt ist." Es sei auch sinnvoll, in die "grünen" Wirtschaftswege zu investieren, weil diese auch von Bürgern in ihrer Freizeit genutzt werden.

Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld bezifferte den Sanierungsstau in diesem Bereich auf zwei Millionen Euro. "Daher sollten wir den Haushaltsansatz bei 100.000 Euro lassen." Er versuchte, zwischen beiden Lagern mit einem Kompromissvorschlag zu vermitteln: Demnach sollten 50.000 Euro für die Sanierung der klassischen Wirtschaftswege verwendet werden, die andere Hälfte in Wege, die auch für den Freizeitbereich wichtig sind. "Ein interessanter Vorschlag", kommentierte Andreas Behncke von der SPD. Dies wolle man in der Fraktion beraten. Eine abschließende Äußerung dazu werde es im Hauptausschuss geben, sagte Sonja Kockartz-Müller.

(schum)
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