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Dormagen
Schautafeln erklären Öko-Flächen

Dormagen: Schautafeln erklären Öko-Flächen
Eine der sieben Schautafeln steht an der Nievenheimer Straße im Bereich Wahler Berg/Hannepützheide. Sie zeigt u.a. einen Feldhasen. FOTO: Salzburg
Dormagen. An sieben Standorten wird über Ausgleichsareale der Stadt informiert. Von Stefan Schneider

Dass bei einem Außentermin Ende April eine kräftige Graupelschauer hernieder geht, haben die Mitglieder des Dormagener Planungs- und Umweltausschusses wahrscheinlich gestern zum ersten Mal erlebt. Entsprechend kurz geriet die Vorstellung eines nichtsdestotrotz sinnvollen Projektes, das den Bürgern das "Ökokonto" der Stadt näher bringen soll. An sieben Standorten, u.a. an der Nievenheimer Straße (Nähe Reithof im Naturschutzgebiet Wahler Berg), sind in den vergangenen Wochen mit Unterstützung des Chemparks Dormagen Schautafeln aufgestellt worden, auf denen Interessierte Informationen über Flächen bekommen, die die Kommune zum Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft durch Bauprojekte vorhält. Wie hoch kann ein Feldhase aus dem Stand springen? Was sind Binnendünen? Wo lebt in Dormagen die Feldlerche? Auf solche und ähnliche Fragen geben die Tafeln Antworten.

"Mit dem Ökokonto sind wir zu einer zielgerichteten ökologischen Planung gekommen", urteilte Bürgermeister Erik Lierenfeld. Vor knapp zehn Jahren war das "Ökokonto" eingeführt worden, seitdem sind laut Stadt 13 Flächen mit einer Gesamtgröße von 23 Hektar im Rahmen des Artenschutzes aufgewertet worden. Neun weitere Flächen sind in einem Vorratspool vorhanden. Die Biologische Station in Knechtsteden hat einen abgestimmten Maßnahmenkatalog für die Öko-Areale erarbeitet, wobei der Schwerpunkt in Dormagen auf die Entwicklung von Streuobstwiesen und Weideflächen gelegt wurde. "Das zeigt zugleich, dass die Entwicklung von Naturräumen und eine extensive Nutzung durch den Menschen sich nicht ausschließen", stellte Lierenfeld fest. Die Standorte der Infotafeln, Knechtsteden: artenreiche Wiese am Sandweg; Ückerath: Obstwiese Im Thiebroich; Stürzelberg (Zonser Grind): Obstwiese, Oberstraße; Zons: Wahler Berg/Hannepützheide, Nievenheimer Straße und Wirtschaftsweg westlich der Hannepützheide; Delhoven/Tannenbusch: Obstwiese "Werther Weg", Werther Straße, und Obstwiese am Holzweg.

Quelle: NGZ
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