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Dormagen/Zons
Schöner heiraten in Dormagen

Dormagen/Zons. Wer standesamtlich sein Jawort geben möchte, hat die Wahl zwischen zwei Orten: das historische Rathaus in der Innenstadt oder das Kaminzimmer im Kreismuseum in Zons. Beide Plätze haben ihre Vorzüge. Von Margarethe Pluta

Romantische Gassen, ein Schlosspark, der zum Träumen einlädt, und Gastronomieangebote so weit das Auge reicht – das sind sicherlich nur einige Vorzüge der ehemaligen Zollfeste Zons. Für angehende Ehepaare sind es aber vielleicht gerade diese Dinge, die eine Rolle spielen, wenn es heißt: historisches Rathaus oder Kaminzimmer im Kreismuseum? An beiden Orten kann standesamtlich geheiratet werden. Und beide haben ihre Vorzüge, wie die fünf Dormagener Standesbeamtinnen betonen.

Im historischen Rathaus sorgen allerdings zunächst die Zimmerbezeichnungen für Verwirrung. Wo werden denn nun Paare getraut – im kleinen oder im großen Trauzimmer? Die Standesbeamtin Elke Naukeck kennt die Antwort: "In der Regel trauen wir Paare im kleinen Trauzimmer, in das bestimmt 30 Personen passen. Es ist also gar nicht so klein", sagt sie. Das große Trauzimmer wäre bisher gerade Mal für drei Hochzeiten genutzt worden. "Es ist einfach zu groß und mit der Theke in der Mitte auch nicht gerade romantisch", ergänzt Naujecks Kollegin Christine Cremer. Das kleine Trauzimmer mit Blick auf den zwischen den beiden Rathäusern gelegenen Park sei da schon ganz anders. Geschmückt ist der Raum mit Blumengestecken, die farblich auf die weinroten Stühle abgestimmt sind. Ziemlich zentral steht dort der große Holzschreibtisch, an dem die Standesbeamtin und das Brautpaar Platz nehmen. Getraut wird dort grundsätzlich nur vormittags – montags bis mittwochs und freitags ohne Zusatzkosten, donnerstags und samstags fallen 66 Euro zusätzlich zu den fälligen Gebühren an.

Noch etwas teurer ist es, sich im Kaminzimmer des Kreismuseums trauen zu lassen. Dort werden auf die 66 Euro noch die Kreisgebühren erhoben. "Die betragen 75 Euro, so dass eine Trauung in Zons 141 Euro zusätzlich kostet", erklärt Elke Naujeck. Und noch etwas beschränkt die Heiratswilligen, die in der Zollfeste heiraten möchten. Es gibt nämlich nur drei Termine im Jahr, an denen das möglich ist. In diesem Jahr sind es diese drei Samstage: 8. Mai, 4. September und 4. Dezember. Alle drei Termine seien laut den Standesbeamtinnen noch nicht ausgebucht. Wer also vor historischer Kulisse, mit einem beeindruckenden – aber nicht funktionierenden – Kamin im Rücken und mit Blick auf den Schlosspark heiraten möchte, hat noch Zeit, sich beim Standesamt zu melden.

Geschichtsträchtig und vom Ambiente her nicht zu unterschätzen ist auch das alte Rathaus, das in diesem Jahr auf sein 100-Jähriges Bestehen zurückblicken kann. "Hier sind vor allem die Treppe vor dem Rathaus und der Park mit dem Brunnen beliebte Fotomotive", sagt die Standesbeamtin Anita Riemer, die – wie ihre Kolleginnen – sich nicht festlegen möchte, welcher Ort zum Heiraten der schönere ist. "Sowohl das historische Rathaus als auch das Kaminzimmer haben ihren Charme", meint sie.

Quelle: NGZ
 
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