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Dormagen
Schüler arbeiten an der Zukunftsstadt 2030 mit

Dormagen: Schüler arbeiten an der Zukunftsstadt 2030 mit
Sie machen mit bei der Fragenbogenaktion zur Zukunftsstadt 2030: Julius (l.) und Fabian sowie Clara (l.) und Anna vom Leibniz-Gymnasium. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. In der ersten Phase des Bundeswettbewerbs muss die Stadt mit Hilfe ihrer Bürger ein umsetzungsreifes Konzept entwickeln. Von Klaus D. Schumilas

Mehr Treffpunkte für die Jugend, eine bessere Anbindung der Busse an die neue Regio-Linie nach Köln, vielfältigere Einkaufsmöglichkeiten - das sind nur drei Stichwörter, die Schüler des Leibniz-Gymnasiums der Stadt und Politik mit auf den Weg geben, wenn es um die "Zukunftsstadt 2030" geht.

116 Städte und Gemeinden in Deutschland hat Dormagen in dem Bundeswettbewerb hinter sich gelassen. Jetzt geht es darum, sich unter den 52 verbliebenden Kommunen im Frühjahr für die besten 20 zu qualifizieren. Um das zu erreichen, muss sie ein wissenschaftlich erarbeitetes und umsetzungsreifes Konzept zum Thema "Zukunftsstadt" einreichen. Derzeit läuft eine wichtige Phase: Weil die Beteiligung der Bürger bei der Entwicklung der Zukunftsstadt und der Vision für 2030 im Ausschreibungstext eine zentrale Rolle spielt, haben diese die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zu formulieren, wie Dormagen in 15 Jahren aufgestellt sein und aussehen soll. Im November, Dezember und Januar wurden Interviews mit neun wichtigen Personen der Stadtgesellschaft geführt. Kerstin Belitz, verantwortlich für den Themenbereich demografischer Wandel im Rathaus, sagt: "Es sind führende Vertreter aus verschiedenen Bereichen, die einen professionellen Blick auf die Stadt haben."

Im Dezember gab es eine Straßenbefragung, bei der mit 180 Passanten "weniger als erhofft", so Bürgermeister Erik Lierenfeld, ihre Meinung formulierten. Hinzu haben bislang 150 Dormagener den drei Seiten umfassenden Fragebogen auf der Internetseite der Stadt online ausgefüllt. Das ist noch bis zum 20. Februar dort möglich. "Wir setzen jetzt auch auf einen starken Rücklauf aus den Schulen", so Lierenfeld. Alle weiterführenden Schulen sollen mitmachen. Zielmarke ist ein Gesamtrücklauf von 1000 Bögen.

Für den 18-jährigen Fabian müsste es zukünftig mehr Möglichkeiten für junge Leute geben, sich zu treffen. "Am Rhein oder in Parks, die es hier leider nicht gibt." Der Leibniz-Schüler des Erdkunde-Lk von Lehrer Harald Gläßer schlägt den Bereich am "Strabi" vor. Mitschülerin Clara vermisst einen sichtbaren Fortgang auf dem Zuckerfabrikgelände: "Einkaufszentrum oder Park" kann sie sich dort vorstellen. Anna und Judith sprechen sich für einen Lebensmittelmarkt und Mediamarkt oder Saturn in der City aus. Das bringe Leben in die City.

Wie geht es weiter? Auf Basis der Vorschläge und Anregungen aus der Bürgerschaft sowie der Ergebnisse der Interviews und der Fragebogenrückläufe wird eine erste Vision des "Dormagen 2030+" skizziert. Sie bildet eine Diskussionsgrundlage für ein Arbeitstreffen mit den neun Interviewpartnern und den weiteren Fortgang mit drei Zukunftswerkstätten mit den Zielgruppen "Jugend", "Zivilgesellschaft" und "Wirtschaft". Diese finden im Februar/März 2016 statt.

Was passiert, wenn Dormagen den Sprung in die zweite Wettbewerbsphase verfehlt? "Dieses Projekt ergänzt die Arbeit der Demografie-AG", sagt Belitz. "Wir würden also stark von der Teilnahme und den Ideen profitieren."

Quelle: NGZ
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