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Dormagen
Schützenvereine wollen Neubürger erreichen

Dormagen. Ins Neubaugebiet Gansdahl führt auch der Zugweg der Delhovener Schützen. Andere Vereine verteilen Festhefte oder Flyer an Neubürger. Von Carina Wernig

Neue Nachbarn willkommen heißen - das praktizieren viele Vereine im Stadtgebiet seit Jahren. Gerade die Schützen haben die Neubürger immer wieder ausdrücklich zu ihren Heimatfesten eingeladen - zumindest als Mitfeiernde, aber auch als Gastmarschierer oder sogar neues Mitglied. Mit neuem Flyer wendete sich jetzt der Bürger-Schützen-Verein (BSV) Delhoven zunächst an die neuen Delhovener im Gansdahl und im ganzen Dorf, wie Oberst Frank Dahmen erklärte: "Wir haben uns und unsere soziale Arbeit, auch für Kinder und Jugendliche vorgestellt - und den Flyer dann an alle verteilt."

Mit der Kinderkirmes, die auch am Schützenfestdienstag, 18. August, wieder stattfindet, und dem BSV-Jugendtag rund um das Schützenhaus im Juni hat der BSV zwei große Veranstaltungen, mit denen Familien erreicht werden sollen: "Wir hoffen natürlich, dass einige Männer Schützen werden und Kinder bei uns mitmachen", so Dahmen. Bei den Zugwegen ist der BSV Delhoven eher traditionell und ändert sie nicht je nach Bedarf, auch wenn 2014 das Neubaugebiet Gansdahl beim Festzug hinzukam. "Wir können ja nicht durch jede Straße ziehen, da macht es mehr Sinn, wenn die Zuschauer an den Zugweg kommen", betont Oberst Dahmen. Durch den Wohnort des Schützenkönigspaares Simon und Marion Kessel gehört nun "Im Gansdahl" wieder zu den Zugstraßen. "Ob wir auch 2016 durch das Neubaugebiet ziehen, werden die Korpsführer im April entscheiden", sagt Dahmen.

Auch in Horrem unternehmen die Schützen seit einiger Zeit einen Abstecher durch das Neubaugebiet Malerviertel. "Wir wollen dort auch Präsenz zeigen und mit Musik die neuen Bewohner von Horrem begrüßen", hatte Brudermeister Manfred Klein diese Ausweitung des Zugwegs erläutert. "Dafür nehmen wir dann auch einen Umweg in Kauf", ergänzte Oberst Jürgen Klein.

"Wir beziehen die neu Hinzugezogenen sehr gern mit ein", erklärte der Zonser Schützen-Chef Peter Norff. Zwar habe sich die Einladung der Bewohner des neuen Wohngebiets Märchenviertel noch nicht in Mitgliedschaften niedergeschlagen, aber das könne noch kommen. Im vorigen Jahr hatte Oberst Patrick Ohligschläger mit seinem Team eigens die Straßen im Märchenviertel mit Fahnenschmuck verschönert, da der Umzug 2014 dorthin führte. "Das war ein Versuch, den wir dieses Jahr nicht wiederholt haben", so Norff, der hofft, dass sich die Schützen-Begeisterung weiter fortsetzt.

Den Zugweg seit Jahren unverändert lassen die größten Schützenvereinigungen: der Bürger-Schützen-Verein Dormagen und die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nievenheim-Ückerath. Während der BSV jetzt wegen der Programmänderung am Schützenfestdienstag einen geänderten Weg ging, bleiben die Nievenheimer bei ihrem "eh schon sehr langgestreckten Weg", wie Kassierer Stefan Schillings betonte. Allerdings werde das Festheft in alle Briefkästen in Nievenheim, Ückerath und Delrath gesteckt: "Damit laden wir alle zum Mitfeiern ein", so Schillings.

Quelle: NGZ
 
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