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IT-Ausstattung an Dormagener Schulen
Schulen vor digitalem Riesen-Sprung

IT-Ausstattung an Dormagener Schulen: Schulen vor digitalem Riesen-Sprung
Robert Krumbein: "Eine große Chance für Dormagen." FOTO: ati
Dormagen. Gut eine Million Euro kann die Stadt noch in diesem Jahr für die IT-Austattung an allen Dormagener Schulen ausgeben. Viel Geld, das dank des NRW-Förderprojektes "Gute Schule 2020" mit einem Gesamtvolumen von 4,2 Millionen Euro zur Verfügung steht.  Von Klaus D. Schumilas

Zweieinhalb Millionen Euro sind für Baumaßnahmen vorgesehen. Angemessen lange diskutierten die Schulpolitiker denn auch über dieses hochspannende Thema, mit dem alle heimischen Schulen dank der Finanzspritze endlich ins digitale Zeitalter gespült werden können.

Erster Beigeordneter Robert Krumbein, der das Schulressort im Rathaus verantwortet, erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass es ohne diese zusätzlichen Mittel des Landes viele Jahre dauern würde, ehe nach und nach die Schulen mit schnellem Internet und moderner Hardware ausgestattet werden können. Das kann jetzt bis Ende 2020 gewissermaßen auf einen Schlag passieren. Das Ziel ist es, die Quote von einem digitalen Arbeitsplatz pro 10,6 Schüler auf fünf Schüler zu verbessern.

Umso sorgfältiger sollte die Mittelvergabe diskutiert und der Blick in die Zukunft gerichtet werden. Gerade aus Schulkreisen kam der Hinweis, dass ihnen beim Datentransfer die Geschwindigkeit sehr wichtig ist und man sich nicht ohne weiteres mit den derzeit (von Netcologne) angebotenen 100 Mbit begnügen sollte. In der Diskussion wurde deutlich, dass viele Schulpolitiker sich bei diesen technischen Feinheiten nachvollziehbar überfordert fühlen: Welcher Anbieter für schnelles Internet ist der richtige? Wer kann die schnellste Datenautobahn bieten? Dort tut Expertenrat not!

Die Ausschussmitglieder staunten auch nicht schlecht, als der städtische IT-Experte Wolfgang Zimmer erklärte, dass per Richtfunk-Technik kabellos große Strecken überwunden werden können: So wäre eine Verfügbarkeit von 1 Gigabit pro Sekunde möglich, Ausgangspunkt wäre das Rathaus-Dach, von dort aus ginge das Signal über das Hochhaus in Horrem zur Gesamtschule, zum Schulzentrum Hackenbroich und zum Schulzentrum Nord. In den Schulen wäre dann 400 Mbit schnelles Internet möglich. Klingt gut, aber ist es die beste Lösung? Auch beim Umgang mit der Hardware und bei der Sicherung vor Ort gibt es viele offene Fragen.

Die Verwaltung will Informationen aus dem Arbeitskreis Neue Medien an die Politiker schicken. Reicht das? Böte sich nicht angesichts der weitreichenden Bedeutung eine Sondersitzung nach der Sommerpause an (die nächste reguläre Sitzung am 21. November kommt viel zu spät)? Politik, Schulen und Verwaltung sollten in engem Schulterschluss dieses derzeit mit Abstand wichtigste Schulthema intensiv diskutieren. Eine größere - finanzielle - Chance, die Schulen in ein neues technisches Zeitalter zu schieben, gibt es kaum.

Quelle: NGZ
 
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