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Dormagen
Schutzgemeinschaft stellt Baum des Jahres in Hackenbroich vor

Dormagen. Es hat längst Tradition und war daher auch in diesem Jahr ein wichtiger Termin im Kalender: Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Dormagen (SDW) hat gemeinsam mit der Kreisjägerschaft Neuss/Hegering Dormagen und vielen Gästen den Baum des Jahres gepflanzt. Dieses Jahr war es eine Winterlinde, die in Hackenbroich an der Stommelner Straße in der Nähe des alten Forsthauses gepflanzt wurde.

Marc Pellekoorne, Vorsitzender der SDW Dormagen, konnte zu der Aktion mehr als 60 Teilnehmer begrüßen. Er betonte die Bedeutung des bundesweiten Jahrestages "Tag des Baumes" und die jährliche Pflanzung an besonders ausgewählten Standorten in Dormagen. "Die Winterlinde kann zu einem beeindruckenden Baum von 35 Metern Stammhöhe heranwachsen und ein Alter bis zu 1000 Jahre erreichen", erklärte der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Dormagen. Lindenblüten seien eine beliebte Nahrungsquelle für Bienen und würden vom Menschen gern als Tee und als Arzneimittel verwendet. Auch für künstlerische Betätigung wie Bildhauerei und Schnitzerei eigne sich das weiche Holz besonders gut. "Berühmte Altäre von Tilman Riemenschneider und Veit Stoß sind aus Lindenholz gefertigt", sagte Pellekoorne.

Was auch für den Baum spreche: Aufgrund seines Herzwurzelsystem sei die Linde standfest gegen Sturmeinwirkungen. Und: Durch seine Dürreresistenz in Trockenperioden sei er den Herausforderungen durch Klimaveränderungen gewachsen. Pellekoorne ist sich sicher: "Die Bedeutung der Linde für den Mischwald wird weiter zunehmen." Nachdem er gemeinsam mit Hermann-Josef Kremer die Winterlinde symbolisch gepflanzt hatte, gab es für die Zuschauer eine Kostprobe von Honig-Met - natürlich aus Lindenhonig.

Außerdem spielte die Bläsergruppe des Hegerings Dormagen. Im Anschluss begann Revierförster Theo Peters mit seiner Führung durch den Frühlingswald, der sich mit einem Blütenteppich aus Millionen weißer Buschwindröschen (Anemonen) präsentierte. Schwerpunktthema war die Waldverjüngung durch die Natur und den pflegerischen Eingriff des Försters. Das Fazit des Revierförsters passend zur Frühlingsführung: "Der verjüngte Wald passt sich leichter an die veränderten Lebens- und Klimabedingungen der Zukunft an."

Quelle: NGZ
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