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Dormagen
Sekundarschule bildet künftig vier Klassen

Dormagen. Im Bestreben, an der Realschule Hackenbroich einen Hauptschulbildungsgang zu etablieren, gibt es eine überraschende Wende: Weil sich die Elternschaft der Realschule gegen die bisherigen Pläne ausgesprochen haben, wird dieses Bildungsangebot nun doch nicht in Hackenbroich, sondern ab Sommer an der Sekundarschule in der Stadtmitte angeboten. Das beschloss der Stadtrat. Laut Bürgermeister Erik Lierenfeld wird die Verwaltung jetzt eine entsprechend neu formulierte Vorlage verfassen, über die im Mai zunächst der Schulausschuss und dann abschließend im Juni der Stadtrat entscheiden wird.

Realschulleiter Werner Moritz informierte die Politiker über das Vorgehen der Eltern. Sie hatten sich dafür ausgesprochen, dass die Hauptschüler eine eigene Klasse an der Realschule bilden sollen. Doch genau das widerspricht der Intention nicht nur von Moritz, sondern auch der Dormagener Politiker. Sie hatten sich in den Diskussionen in den vergangenen Wochen klar dafür ausgesprochen, dass die Hauptschüler so stark wie möglich integriert werden. Nur in einigen, wenigen Fächern hätte es einen getrennten Unterricht gegeben. Würde man den Eltern folgen, wäre dies eine "Stigmatisierung der Hauptschüler", sagte Norbert Führes von den Grünen. Die Förderung an der Sekundarschule sei der eindeutig bessere Weg. In der Folge wird die Sekundarschule ab dem siebten Jahrgang vier Klassen bilden, um so die Kinder aufnehmen zu können, die die Erprobungsstufe (Klassen fünf und sechs) nicht schaffen. Diese Aufstockung war ohnehin das erklärte Ziel von Schulleiterin Bettina Mazurek, die von ihrer Schule wegen des breiten Bildungsangebots (Kooperation mit dem BvA und der BvS-Gesamtschule) als zweite Gesamtschule spricht. Von einer "wichtigen Entscheidung für die gesamte Dormagener Schullandschaft", sprach Birgit Burdag (SPD).

(schum)
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