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Dormagen
Sicherheitslage am Bahnhof verbessert

Dormagen: Sicherheitslage am Bahnhof verbessert
Am Bahnhof Dormagen zeigen Wolfgang Schneider (l.) und seine Kollegen vom städtischen Ordnungsamt Präsenz und Gesprächsbereitschaft. Foto: A. FOTO: Tinter
Dormagen. Laut Polizei hat sich die Situation erkennbar entspannt. Sechs städtische Mitarbeiter sind seit 1. Februar im Einsatz. Von Klaus D. Schumilas

Der Angstraum Bahnhof ist keiner mehr. Zumindest nicht in Dormagen, zumindest nicht aus Sicht der Polizei. Nach deren Auffassung hat sich "die Sicherheitslage und damit auch das Sicherheitsgefühl der Bürger am Bahnhof Dormagen erkennbar verbessert", heißt es in einer Stellungnahme. Dies geschieht im Zusammenwirken mit Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn und mit Kräften des städtischen Ordnungsamtes. Dies sollte schon für das Jahr 2017 um zwei Stellen auf sechs aufgestockt werden. Doch das war einfacher politisch beschlossen als in der Realität umgesetzt. Erst zum 1. Februar dieses Jahres sind alle Stelle in diesem Aufgabenbereich besetzt.

Erster Beigeordneter Robert Krumbein erläutert in einer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion, dass man zwar nach dem Ratsbeschluss, diesen Bereich aufzustocken, zwei neue Mitarbeiter eingestellt und diese auf ihr umfangreiches Aufgabengebiet vorbereitet habe. "Leider wechselten nach kurzer Zeit zwei Mitarbeiter aufgrund besserer Vergütungsangebote zu anderen Arbeitgebern", erläutert er. Die Nachbesetzung gestaltete sich dann ausgesprochen problematisch. "Viele Kommunen im weiteren Umfeld suchen ebenfalls vermehrt Personal in dem Bereich. Daher ist es schwierig, geeignete Bewerber zu finden", so Krumbein, "weil andere häufig finanziell attraktivere Angebote machen." Zum Monatsbeginn hat es aber geklappt. Kontrolliert wird nicht nur am Bahnhof, sondern auch am Marktplatz und vor diversen Schulen. Die Stadt spricht, ohne konkreter zu werden, von "bestimmten Personenkreisen", die vor allem im Fokus des Ordnungsdienstes stehen. Es geht offenbar, das hat auch die CDU in ihrer Anfrage so gesehen, um pöbelnde Gruppen oder um alkoholisierte Jugendliche. Die hatten sich auf die anfangs festen Kontrollzeiten eingestellt. "Jetzt finden die zwar weiterhin regelmäßig, aber zu nicht mehr vorhersehbaren Zeiten und auch am Abend statt", sagt der Erste Beigeordnete. Ein Reinfall sind die Sprechstunden am Bahnhof: Im vergangenen Jahr gab es keine einzige Nachfrage, daher wird dieses Angebot derzeit nicht gemacht.

Ein wichtiger Aspekt für den städtischen Ordnungsdienst und oft ein Ärgernis für die Bürger ist das Thema Müll. Die Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), die "Hausherr" im äußeren Bahnhofsbereich ist, bezeichnet die Müllproblematik im Bahnhofsumfeld und auf den Bahngleisen als "in Ordnung". Bei Großveranstaltungen wie Karneval sehe dies anders aus. Allerdings: "Die Verschmutzung an und in den Gleisen stellt weiterhin ein Problem dar, da die Zuständigkeiten nicht klar geregelt sind", so die SVGD. Sie hat zu einem runden Tisch eingeladen, an dem die DB Station und Service NRW, die Technischen Betriebe, die Stadt und die Radstation mit am Tisch sitzen sollen. Unter anderem geht es um Sicherheit und Sauberkeit.

Quelle: NGZ
 
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