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Dormagen
Sicherheitsleute schützen Flüchtlinge

Dormagen: Sicherheitsleute schützen Flüchtlinge
Durchfahrt verboten: Das Areal an der Beethovenstraße ist gesperrt. FOTO: ATI
Dormagen. Als die Stadt am Montag in aller Kürze eine Erstaufnahmestation für 150 Flüchtlinge einrichten musste, stand das Thema Sicherheit ganz oben auf der To-Do-Liste. "Das gehört zum Standard einer Flüchtlingsunterkunft", sagt Stadtsprecher Harald Schlimgen.

Die Kosten trägt zwar das Land, aber die Stadt musste sich um ein Sicherheits-Unternehmen kümmern, das rund um die Uhr Personal abstellt. Besondere Vorkommnisse wie in Grevenbroich, wo die Polizei fünf jungen Leuten, die der rechten Szene zugerechnet werden, Platzverweise erteilte, gab es in Dormagen bislang nicht. Dagegen aber weiterhin eine große Hilfsbereitschaft. Zum Beispiel vom Filmemacher Egmont Worms, der in Zusammenarbeit mit der Firma Gongoll eine Kofferraum-Ladung voll Spielzeug an der Beethovenstraße abgab.

Übersicht: So viele Flüchtlinge mussten Städte aufnehmen

Noch keine abschließende Lösung gibt es für Realschule und Sportvereine, die die Turnhalle nach Ende der Sommerferien nutzen wollen. Betroffen sind unter anderem Taekwondo-Kämpfer des AC Ückerath, Badminton-Spieler der BG Dormagen oder Handballer der SG Zons. "Alle müssen enger zusammenrücken", so Schlimgen. "Der Sportservice arbeitet an Lösungen. Ferienbedingt ist es leider nicht möglich, zu allen Vereinen Kontakt zu bekommen."

(schum)
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