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Dormagen
Sieben Millionen Euro für die Feuerwehr

Dormagen: Sieben Millionen Euro für die Feuerwehr
Der Dormagener Feuerwehr-Chef Bernd Eckhardt vor zwei der 2016 angeschafften Fahrzeuge. Jetzt investiert die Stadt weiter in die Feuerwehr. FOTO: salz
Dormagen. Im nächsten Jahr investiert die Stadt Dormagen fast drei Millionen Euro allein in Feuerwehrfahrzeuge. Dazu kommen bis 2019 rund vier Millionen für Erweiterungen von Gerätehäusern, unter anderem für den Neubau in Stürzelberg. Von Carina Wernig

Eine funktionstüchtige Feuerwehr ist unerlässlich für die Sicherheit einer Stadt und ihrer Bewohner. Das machte der Dormagener Feuerwehr-Chef Bernd Eckhardt beim Feuerwehr-Ehrungsabend am Freitag in der Kulle deutlich: "Unsere Kernaufgabe ist das Retten." 2016 gab es 932 Feuerwehreinsätze und 9058 Einsätze des Rettungsdienstes, davon 2001 mit Notarzt. Bisher waren es 2017 genau 723 Einsätze der Feuerwehr und 7587 des Rettungsdienstes. Angesichts der zurzeit 26 verfügbaren Einsatzkräfte tagsüber forderte Eckhardt, "diese ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr noch mehr zu fördern und attraktiver zu gestalten". Er regte die Einführung einer "Feuerwehr-Rente" an.

Damit die Voraussetzungen für die Feuerwehrarbeit gegeben sind, investiert die Stadt 2018 fast drei Millionen Euro allein in neue Fahrzeuge, wie Bürgermeister Erik Lierenfeld, der Anfang 2018 mit dem neuen Brandschutzbedarfsplan rechnet, beim Ehrungsabend auflistete: "Allein diese Fahrzeugbeschaffungen machen ein Investitionsvolumen von 2,96 Millionen Euro aus - Geld, das wir in die Feuerwehr stecken, aber vor allem in die Sicherheit unserer Bürger." Unter den neuen Wagen ist auch ein "vernünftiges Kleinlöschfahrzeug" für die Zonser Altstadt sowie drei neue Hilfeleistungsgruppenfahrzeuge für Straberg, Mitte und Stürzelberg.

Der Bürgermeister kündigte zudem eine Gerätehaus-Bauoffensive der Stadt bis 2019 an: In Straberg soll der zurzeit errichtete neue Sozialtrakt (450.000 Euro) noch 2017 eingeweiht werden. In Delhoven werden die Pläne für den Erweiterungsbau (450.000 Euro) auf engstem Raum im nächsten Jahr erstellt, so dass er 2019 verwirklicht werden kann. "In Stürzelberg sind wir bei der Suche nach einem neuen Domizil für den Löschzug inzwischen einen wichtigen Schritt vorangekommen", wies Lierenfeld darauf hin, dass mit der Bezirksregierung ein möglicher Standort abgestimmt worden sei.

Der Neubau des Gerätehauses wird schätzungsweise 2,1 Millionen Euro kosten. In Nievenheim sind erste Umbaumaßnahmen fast fertig, die Erweiterung des Gerätehauses (800.000 Euro) soll 2018 angegangen werden. Auch für die Hauptwache an der Kieler Straße, wo eine Klimaanlage eingebaut wurde, soll es eine Erweiterung geben, die Pläne dazu sollen im Laufe des Jahres 2018 erstellt werden. Zusammen kann von sicher vier Millionen Euro ausgegangen werden.

"Rat und Verwaltung haben in letzter Zeit ganz wunderbare Entscheidungen getroffen", lobte dann auch Feuerwehr-Chef Eckhardt, ebenso wie Kreisbrandmeister Norbert Lange: "Was Sie an Investitionen vorhaben, ist hervorragend."

Eckhardt wies darauf hin, dass mit gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Verständnis füreinander "die Einbindung der Ehrenamtlichen verstärkt weiter" laufe: "Wir sind ein Team und ergänzen uns." Bei den Ehrungen (Bericht folgt) standen Heinz Schillings für 75 Jahre und Josef Birkmann für 60 Jahre Mitgliedschaft im Mittelpunkt.

Quelle: NGZ
 
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