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Dormagen
Sondersitzung für Feuerwehr-Anbau

Dormagen: Sondersitzung für Feuerwehr-Anbau
Die Feuerwehr (mit Uwe Birkmann) muss das Nachfolgemodell dieses Fahrzeugs unterbringen und braucht daher eine höhere Halle FOTO: .
Dormagen. Der Planungs- und Umweltausschuss verweigerte der Verwaltung die Zustimmung zur Ausgabe von 737.000 Euro für Umbau und Erweiterung der Rettungswache Nievenheim. Das soll statt dessen der Eigenbetriebsausschuss erledigen. Von Klaus D. Schumilas

In der Sache stimmten die Planungspolitiker der Erweiterung der Rettungswache und des Feuerwehrgerätehauses in Nievenheim grundsätzlich zu. Gleichwohl übten FDP und Zentrum deutliche Kritik am Vorgehen der Verwaltung. Hans-Joachim Woitzik (Zentrum) sprach von einer "dürftigen Beratungsvorlage" für die Ausschussmitglieder, Karl Heinz Meyer (FDP) mutmaßte schon, ob die Politiker "für dumm verkauft" werden sollen. Hintergrund der deutlichen Worte: Im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs für dieses Jahr stehen 450.000 Euro bereits zur Verfügung - allerdings für einen ursprünglich vorgesehen Anbau. Diese Planung wurde verändert, so dass die Politiker jetzt über die Gesamtmaßnahme von insgesamt 737.000 Euro beschließen sollten. "Eine Aufgabe des zuständigen Eigenbetriebs-Ausschuss", kritisierten die Politiker. Nach einem Kompromissvorschlag des Ersten Beigeordneten soll dies auch in einer Sondersitzung Anfang September geschehen.

Sein Hinweis, es gehe darum, die konzeptionelle Neustruktur mitzutragen und in den Haushaltsberatungen für den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs über die fehlenden 287.000 Euro zu befinden, verfing nicht: "Wir würden doch heute die Gesamtmaßnahme beschließen", so Meyer. "Wir können doch später nicht sagen, dass wir diese Mittel nicht bereitstellen, nachdem 450.000 Euro bereits genehmigt sind." Die Baugenehmigung für die Rettungswache am Feuerwehrgerätehaus Nievenheim war schon erteilt. Doch wird der An- und Umbau in Höhe von 450.000 Euro nicht in der vorgesehenen Form umgesetzt. "Es hat eine Änderung gegeben: Die laufende Planung wird angehalten", hatte Beigeordnete Tanja Gaspers im Betriebsausschuss des Eigenbetriebs im März erklärt. Der Löschzug Nievenheim gilt für die Feuerwehr Dormagen als ein wesentlicher Baustein der Gefahrenabwehr, vor allem bei ABC-Lagen. Zu den besonderen Gerätschaften gehört auch ein Spezial-Fahrzeug zur Rettung von kontaminierten Unfallopfern. Allerdings wird dafür eine höhere Halle benötigt. Denn der Rhein-Kreis Neuss ersetzt das überalterte Fahrzeug durch ein neues Wechselladerfahrzeug. Inzwischen wurde mit der Löschzugführung eine (neue) "tragfähige, wirtschaftliche Lösung" gefunden: Das bisher geplante Rettungswache-Gebäude wird in zwei Fahrzeughallen direkt an das Bestandsgebäude geplant und darüber ein Schulungs- und Seminarraum geschaffen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 626.000 Euro - 466.000 Euro für den Bau der Fahrzeughallen und 160.000 Euro für die Aufstockung des Gebäudes. Hinzu kommen 111.000 Euro (insgesamt also 737.000 Euro) für bauliche Sanierungen. Die Rettungswache soll in der vorhandenen Wohnung und dem bisherigen Aufenthaltsraum untergebracht werden.

Die gesamte Vorlage bezeichnete Meyer als "Schnellschuss" und brachte ebenso wie Woitzik eine Verschiebung in die Haushaltsberatungen ins Gespräch. Mit dem Kompromissvorschlag Krumbeins, die Thematik in die Sondersitzung zu geben, konnten alle Politiker leben.

Quelle: NGZ
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