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Dormagen
Sozialpädagogin hört den Mädchen im Café zu

Dormagen: Sozialpädagogin hört den Mädchen im Café zu
Johanna Müchler bastelt mit den Kindern und Jugendlichen im "Mädchen-Café" bunte Laternen für Sankt Martin. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Johanna Müchler leitet im Jugendtreff "Die Rübe" das Mädchen-Café. Ein offenes Ohr aber hat sie für alle, die es wünschen. Von Jonas Bongartz

Oft fehlt Jugendlichen der richtige Ansprechpartner, um über Liebeskummer, Streit mit den Eltern oder Zukunftsängste zu reden. Speziell für Mädchen schafft Johanna Müchler von der Diakonie Dormagen mit dem Mädchen-Café bei vielen Problemen Abhilfe. "Wir wollen den Teilnehmerinnen eine intime Atmosphäre und ein offenes Ohr bieten", erklärt die 23-jährige Sozialpädagogin. Seit zwei Jahren ist sie für den Dormagener Jugendtreff "Die Rübe" tätig und leitet jeden Donnerstag den Treff für Mädchen zwischen 6 und 18 Jahren im Horremer Bürgerhaus an der Knechtstedener Straße. "Es hat hier in Dormagen lange Zeit eine Freizeitbetreuung gefehlt, die mit ihrem Angebot speziell Mädchen anspricht", sagt die Düsseldorferin.

Auch außerhalb vom "Mädchen- Café" betreut sie täglich Kinder und Jugendliche im Horremer Jugendtreff der Diakonie. Im Rahmen des Programmes "Jugend stärken im Quartier" sowie verschiedenen Ferienangeboten ist sie Jugendlichen außerdem beim Einstieg in die Arbeitswelt behilflich. "Dabei ist es uns besonders wichtig, jungen Leuten ohne Ausbildungsplatz oder Schulabschluss wieder eine Perspektive zu geben und ihnen ihre Stärken aufzuzeigen", erklärt Müchler.

Schon früh stand für die Sozialpädagogin fest, sich beruflich sozial engagieren zu wollen. "Für mich war es schon immer spannend, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten." Bereits mit 16 Jahren gelang ihr das mit verschiedenen Praktika in Düsseldorfer Jugendtreffs, ehe sie in der Drogenberatung Jugendliche bei der Bekämpfung ihrer Sucht zur Seite stand. Später sammelte sie bei ihrer Arbeit im Düsseldorfer Jugendinformationszentrum Erfahrung im Umgang mit jungen Erwachsenen und half bei Problemen in nahezu allen Lebenlagen. "Diese Zeit hat mich sehr geprägt und mir gezeigt, dass mir genau dieses Engagement auch in Zukunft Spaß macht", so die Düsseldorferin.

Nach ihrem Fachabitur im Gesundheitswesen entschloss sie sich daher, soziale Arbeit und Sozialpädagogik an der Fachhochschule Düsseldorf zu studieren. Anschließend stieß sie bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz auf eine Stellenausschreibung des Diakonischen Werkes in Dormagen. "Das lange Vorstellungsgespräch hat mir direkt gezeigt, dass man mich hier von Beginn an ernst nimmt und ich in die Arbeit eingebunden werde", so Müchler. Bereits am Anfang habe sie der Einsatz und die Professionalität ihrer neuen Kollegen beeindruckt. Die größte Motivation sei bei ihrer Arbeit in der "Rübe" nach wie vor "eine positive Entwicklung bei den Jugendlichen zu sehen, die man betreut".

In Zukunft möchte die 23-Jährige gerne weiter mit Dormagener Jugendlichen arbeiten. "Ich fühle mich hier sehr wohl und profitiere von der Zeit mit den Kindern jeden Tag aufs Neue." Auch die Kinder sind sehr zufrieden mit Müchlers Arbeit, wie die 9-jährige Joenna sagt: "Es ist toll, von Johanna betreut zu werden, weil sie sich um alles kümmert und man mit ihr über alles sprechen kann."

Quelle: NGZ
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