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Dormagen
Spaß am Arbeitsplatz im Jugendcafé

Dormagen: Spaß am Arbeitsplatz im Jugendcafé
Der 28 Jahre alte Felix Dietz hält sich gern im Jugendcafé "Micado" im Keller des Römerhauses auf. Dort arbeitet er seit knapp vier Jahren. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Das Café Micado als Anlaufstelle: Für Felix Dietz ist es ein Vergnügen, jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Der 28 Jahre alte pädagogische Leiter des Jugendcafés Micado freut sich auf die abwechslungsreiche Arbeit mit den Jugendlichen. Von Carina Wernig

Felix Dietz muss bei der Frage nach seinem Lieblingsplatz in Dormagen nicht lange überlegen: "Das Café Micado, mein Arbeitsplatz!" Denn dort setzt der 28-Jährige das fort, was er in seiner Heimat, dem sauerländischen Arnsberg, als "zweites Zuhause" genossen hat: "Als Jugendlicher zu einem Treff gehen und so sein können wie ich bin." Das "Micado" ist dienstags bis freitags von 17 bis 22 Uhr geöffnet - und bietet Möglichkeiten zu chillen, spielen, quatschen oder auch Sorgen anzusprechen.

Auch wenn Jugendliche besser mit dem Kicker umgehen können als Felix Dietz, ist der 28-Jährige gern bereit, den sportlichen Wettkampf, auch beim Billard, aufzunehmen. "Hier im Micado darf jeder alle Angebote nutzen, auch in Ruhe lesen oder an der Theke sitzen und klönen", erklärt Dietz, der am 1. Januar 2012 offiziell die Leitung der Einrichtung der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf übernommen hatte - einige Wochen vorher war der studierte Religions-Pädagoge nach dem Weggang von Doris Reiß schon kommissarisch tätig.

Chillen, spielen, quatschen im Café Micado: Felix Dietz am Billardtisch, der ebenso wie der Kicker gern von Jugendlichen genutzt wird. FOTO: Tinter; Anja (ati)

Die KJA-Einrichtung in den Räumen des Römerhauses der Pfarrgemeinde St. Michael Dormagen-Süd an der Kölner Straße bietet für offene Jugendarbeit beste Bedingungen, wie Felix Dietz erklärt: "Hier kann vom Konzert über einen Handwerks-Workshop bis zu gemeinsamen Aktionen viel umgesetzt werden." Auch soziales Training geschehe im "Micado" quasi nebenbei: "Das ist der große Vorteil des offenen Angebotes: Es kann die Besucher stärken, ohne dass sie es merken", meint Dietz lachend. "Jugendlichen einen Raum bieten für Gespräche und die Entwicklung kultureller Fähigkeiten macht sehr viel Spaß", sagt er. Gern sitzt er nach der Arbeit am Rhein auf einer Bank in Rheinfeld oder Zons: "Dann lese ich oder schaue aufs Wasser - denn für mich ist Überlingen am Bodensee, wo ich Familie habe, der Inbegriff des Paradieses."

Auf der interkulturellen Reise mehrerer Jugendlicher verschiedener Konfessionen nach Berlin mit dem Kreis-Jugendmigrationsdienst gab es spannende Begegnungen und als Fazit eine Erkenntnis: "Es ist sehr wichtig für Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit deutschen Gleichaltrigen ins Gespräch zu kommen, von ihnen akzeptiert zu werden und Freundschaften zu schließen", meint Dietz. Nach den Sommerferien werde daher das Café Micado an den Donnerstagen in Zusammenarbeit mit dem Jugendmigrationsdienst zusätzlich zum "Café grenzenlos", einer Anlaufstelle für Jugendliche aus anderen Ländern, auch für Flüchtlinge. "Sie können das offene Angebot nutzen, dabei auch ein leichtes Sprachtraining erhalten", erklärt Dietz, der froh ist, dass in Dormagen so viel für Flüchtlinge getan wird.

Die Micado-Bühnenrückwand. FOTO: Tinter; Anja (ati)
Quelle: NGZ
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