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Dormagen
SPD: Eigenen Stärken statt Umfragewerten vertrauen

Dormagen. Die Botschaft war deutlich: "Der SPD geht es nicht so schlecht, wie sie gemacht wird", sagte Landtagsabgeordneter Rainer Thiel am Mittwochabend bei der Versammlung des Stadtverbandes der SPD Dormagen. Über sinkende Umfragewerte der Bundespartei, die nun die Schallmauer von 20 Prozent unterschritten haben soll, freut sich offenbar in der Dormagener SPD niemand. Allerdings seien sie vor der Landtagswahl im Mai 2017 auch kein Grund zur Verzweiflung, wie Thiel ausführte: "Für NRW sieht das viel besser aus: Bei den Beliebtheitswerten von Hannelore Kraft gegenüber Armin Laschet mache ich mir keine Sorgen." Von Carina Wernig

Das Positive, das die SPD erreicht habe, müsse benannt werden, so Thiel: "Wir dürfen aber den Leuten nicht nach dem Mund reden, sondern müssen für unsere Positionen einstehen." Als Beispiel nannte er die Stärkung der Industrie und die Sicherung der Wohlstandsfähigkeit: "Wir dürfen nicht nur die CO2-Einsparung als einziges Ziel des Klimawandels verfolgen." Strukturwandel müsse durch Wertschöpfung begleitet werden, um die Unternehmen und damit Arbeitsplätze zu stärken.

Die SPD müsse auf ihre Stärken in Europa, Bund, Land und Stadt vertrauen, erklärte Bürgermeister Erik Lierenfeld, den ein Punkt sehr ärgere, wie er sagte: "Wir haben die besseren Ideen und Leute, aber schaffen es nicht, das klar herauszustellen, sondern reden uns klein." Dabei sei Thiel, dem er eine "tolle Arbeit" bescheinigte, "gut für NRW". Er habe in den fast zwei Jahren als Bürgermeister gut mit Thiel zusammengearbeitet. "Gemeinsam können wir in den nächsten Jahren noch viel Positives schaffen", so Lierenfeld. Gerade Bürgernähe sei wichtig, wofür in Dormagen nicht nur der Bürgerdialog zu den Flüchtlingen stünde.

Quelle: NGZ
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