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Dormagen
SPD: Eigenes Profil wird bleiben

Dormagen: SPD: Eigenes Profil wird bleiben
Birgit Burdag sieht einige Anregungen für den Schulbereich anders. FOTO: SPD
Dormagen. Die Sozialdemokraten wollen mit ihren Anträgen "mehr überzeugen".

Eben noch der politische Gegner, jetzt ein enger Partner - mit dieser Aussicht auf neue Zusammenarbeit mit der CDU fremdelten zunächst noch ein paar der knapp 40 SPD-Mitglieder, die am Montag in der Kulle über die Koalitionsvereinbarung diskutierten. Nach einer konstruktiven, durchaus kritischen Auseinandersetzung mit dem Text stimmten dann doch alle Genossen für die Große Koalition, "die bis 2020 halten muss", so forderte Ratsherr Karl-Josef Ellrich.

Wichtig war es den Sozialdemokraten, weiter eigenständig zu agieren. "Wir haben 90 Prozent aus unserem Wahlprogramm in die Vereinbarung übernommen", sagte Fraktionschef Bernhard Schmitt: "Keiner ist über den Tisch gezogen worden, keiner hat verloren." Sein Vize Andreas Behncke beruhigte: "Unser eigenes Profil wird bleiben." Die SPD-Anträge würden trotz Absprache "mehr überzeugen", so Schmitt. Falls es unterschiedliche Auffassungen gebe, müsse eben mit der CDU verhandelt werden: "Dann müssen wir die besseren Argumente haben", ging Schmitt auf den Punkt "andere Betreuungsmodelle für Kinder prüfen" ein, an dem sich die Schulexpertinnen Birgit Burdag ("Das torpediert das pädagogische Konzept der OGS") und Rotraud Leufgen ("Das lehne ich ab") rieben. Das werde auf Fachebene noch diskutiert. Unwidersprochen blieben die von Fraktions-Vize Martin Voigt vorgetragenen Vereinbarungen, dass "die SPD bis 2020 keine Initiative für eine zweite Gesamtschule starten" und der "gebundene Ganztag fürs BvA angestrebt" werde.

Bürgermeister Erik Lierenfeld freute das einstimmige Ergebnis seiner Partei: "Die Verhandlungsgruppe hat gut gearbeitet. Jetzt gilt es, die Vereinbarung mit Leben zu füllen. Das werde ich positiv begleiten."

(cw-)
 
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