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Dormagen
SPD feiert erstmals Mai-Empfang

Dormagen. 80 Gäste in der "Kulle", Staatssekretär Nebe vertritt Innenminister Ralf Jäger.

Am Morgen erhielt Carsten Müller die Nachricht aus Düsseldorf, wonach Innenminister Ralf Jäger am Abend nicht nach Dormagen kommen werde, weil er dem Untersuchungsausschuss des Landtags zu den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln Rede und Antwort stehen musste. Der Parteivorsitzenden der SPD trug es mit Fassung, zum einen, weil er in der "Kulle" mit Bernhard Nebe immerhin einen Staatssekretär als Ehrengast begrüßen durfte. Zum anderen, weil es der guten Stimmung bei der gelungenen Premiere des Mai-Empfangs keinen Abbruch tat. "Ich bin wirklich zufrieden", so Müller, der sich über rund 80 Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen freuen durfte.

Wahrscheinlich wäre Jäger gerne dabei gewesen. Er hätte sicher den Auftritt des Duos "Blues 66" genossen, der eigentlich viel zu gut war, um nur als Hintergrundmusik zu dienen. Jägers geplanten Vortrag zum Thema Flüchtlinge und deren Integration hielt denn Nebe mit Fakten und Informationen. Er warb für einen "politisch-sozialen Grundkonsens". Er sei nach Dormagen gekommen, "um Mut zu machen", er sei "felsenfest davon überzeugt, dass die Integration zu schaffen ist". Und weiter: "In einem Bundesland mit 18 Millionen Einwohnern sind wir nicht überfordert. Herunter gerechnet wäre es so, als müssten heute Abend hier im Raum drei weitere Menschen Platz finden". Inzwischen kämen "keine 10.000 oder 15.000 Flüchtlinge pro Woche in NRW an, sondern 1000 bis 1500."

Bürgermeister Erik Lierenfeld hatte eingangs "bösartige Gerüchte" angeprangert, die in der Stadt kursierten. So werde es in Horrem "keine Unterkunft mit 100 alleinstehenden Männern geben". So etwas gebe es nicht, weil die Stadt auf eine "soziale Durchmischung" achte. "Wer etwas anderes behauptet, sollte sich schämen."

(schum)
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