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Dormagen
SPD fordert: Jugendliche politisch mehr beteiligen

Dormagen. Vor 25 Jahren wurde das Kinderparlament gegründet.

Das Kinderparlament und seine 25 Jahre erfolgreiche Arbeit nimmt die SPD zum Anlass, diese regelmäßige Beteiligung junger Dormagener auch für Jugendliche zu fordern. Der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Michael Dries formuliert das Ziel der SPD: "Es wäre schön wenn es gelänge, in Zukunft auch die Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren nicht nur projektbezogen und über die regelmäßige Bürgermeister-Sprechstunden hinaus einzubinden und sie politisch zu beteiligen." Die damit verbundenen Erfolge und Erlebnisse beugten auch einer späteren gesellschaftlichen Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit vor.

Denn der Erfolg des Kinderparlamentes belege: Ob Spielplätze, Schulen, Verkehr, Angsträume oder aktuell Flüchtlinge - Kinder interessieren sich für Themen, die sie betreffen und wollen sich dabei aktiv einbringen, so die SPD. Sie weist darauf hin, dass der damalige Bürgermeister Heinz Hilgers (SPD) im März 1991 das Kinderparlament installierte, das seither 41 Mal getagt hat. Acht- bis Zwölfjährige, die von Dormagener Schulen in dieses Gremium entsandt werden, treffen sich zweimal im Jahr mit der Stadtverwaltung und Ratsvertretern, um "ihre Sicht der Dinge" darzulegen.

Nicht nur für die Kinder seien die regelmäßigen Sitzungen die beste Gelegenheit, sich eine Stimme zu verschaffen, so Dries. In den Gesprächen und Diskussionen werde immer wieder klar, dass Kinder oft andere Schwerpunkte und Ansichten als Erwachsene hätten. "Dabei ist ihnen durchaus klar, dass nicht alle Wünsche und Vorstellungen erfüllt werden können", verdeutlicht Dries. "Aber wenn etwas rechtlich oder finanziell nicht umgesetzt werden kann, werden ihnen die Gründe genau erklärt, so dass Ablehnungen auch nachvollziehbar werden."

Wichtig sei, die Anregungen und Ideen der jungen Dormagener in Entscheidungsprozesse einzubinden. Deshalb werde von jeder Sitzung auch eine Niederschrift angefertigt, die als Arbeitsgrundlage für Verwaltung und Ratsgremien gelte. Ergebnisse würden dann in der folgenden Sitzung des Kinderparlamentes präsentiert. "So lernen die Kinder schon früh, dass sich ihr Engagement lohnt", ergänzt SPD-Fraktionsvize und Jugendausschussmitglied Martin Voigt: "Viele Dinge konnten gemeinsam mit den Kindern bewegt werden."

(cw-)
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