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Dormagen
SPD will Bereiche Jugend und Sport noch mehr verzahnen

Dormagen. Viele Mädchen und Jungen treiben gern Sport und sind in einem der mehr als 50 Dormagener Sportvereine aktiv. Deren großen Anteil an der Kinder- und Jugendarbeit möchte die SPD noch weiter herausstellen. "Der organisierte Sport wird kaum als Möglichkeit der sozialpädagogischen Intervention genutzt", stellt Michael Dries, jugendpolitischer Sprecher der SPD, fest. Dabei gehe es beim Sport um mehr als um gesundheitliche Aspekte oder die Steigerung körperlicher und geistiger Fähigkeiten, so Dries: "Sportvereine haben großen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen, lassen sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben und leben soziales Engagement und Mitverantwortung vor."

Die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche, die sich beim Sport regelmäßig treffen, mit zusätzlichen Angeboten durch das Jugendamt und Träger der Jugendhilfe zu erreichen, werde jedoch viel zu selten wahrgenommen. Als Initialzündung hat die SPD deshalb den Antrag gestellt, dass sich der geplante Kinder- und Jugendtag 2018 mit dem Schwerpunktthema "Kinder, Jugend und Sport" auseinandersetzt.

Der sportpolitische SPD-Sprecher Detlev Zenk führt aus: "Nicht alle Sportvereine nutzen die Chance, mit vielfältigen Angeboten der Jugendarbeit für junge Mitglieder attraktiver zu werden und sie so auch langfristig zu binden." Die SPD-Fraktion befürwortet deshalb eine mögliche Kooperation von Sport und sozialer Arbeit mit dem Ziel der "Erziehung zum und durch Sport". Damit sollen Sportvereine pädagogisch unterstützt werden.

Mit einer verstärkten Kooperation zwischen Sport und Jugendamt sowie Trägern der Jugendhilfe steige die Möglichkeit der positiven Einwirkung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, so Dries und Zenk. Zwar seien sich Vereinsvertreter, vor allem Kinder- und Jugendtrainer, in der Regel der besonderen Verantwortung bewusst, dass sie nicht nur sportlich großen Einfluss auf die ihnen anvertrauten jungen Mitglieder hätten. Außer eventuell möglicher Schulungen in Sportverbänden erfolge durch Trainer und Betreuer jedoch oftmals eher eine intuitive Erziehung.

(cw-)
 
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